>> Stadtrundgang – Teil 6 <<
Heute wandern wir weiter zur Stadtpfarrkirche, der wir natürlich einen ausführlichen Besuch abstatten und weiter zum Hauptplatz, den wir schon im ersten Teil unserer Stadtwanderung kennen gelernt haben.
Sie wird 1280 erstmals als „untere Kirche“ genannt. Nach und nach verlagert sich das religiöse Wirken von der Propsteikirche in die untere Kirche, bis 1783 das alte Gotteshaus nur mehr als Friedhofskirche dient, in der lediglich zu Allerseelen Messe gelesen werden.
Die ursprünglich romanische Anlage erhält durch verschiedene, vor allem gotische Umbauten und Erweiterungen ein völlig neues Aussehen.
Um 1490 fügt man an die romanische Pfeilerbasilika den Westturm, der zugleich zur Befestigung des „Unteren Tores“ dient und im Erdgeschoß einen bis heute erhaltenen Durchgang für Fußgänger aufweist.
Im Jahre 1510 werden die beiden Seitenkapellen angefügt.
Die barocken Baumaßnahmen beziehen sich hauptsächlich auf die Errichtung der Sakristei, der Oratorien über den Seitenschiffen und der inneren Ausgestaltung.
1854 erhält die Pfarrkirche einen neu gestalteten Kirchturm im Stil des romantischen Historismus, der mit seinen 55 Metern (inklusive Kreuz) um rund 22 Meter höher ist als sein Vorgänger.
Das Innere stellt sich als vierjochige dreischiffige Pfeilerbasilika dar, auf die östlich der einjochige Chor mit 5/8-Schluss folgt. Dieser trägt einfach gekehlte Kreuzrippengewölbe, das Mittelschiff eine Zweiparallel-Rippenfiguration mit zentraler Rautenreihe. Die Seitenschiffe und die Orgelempore tragen Kreuz- und Sternrippengewölbe.
Kern der barocken Einrichtung ist der mächtige, aus Stuckmarmor gefertigte Hochaltar (um 1760). Die freistehende Altarmensa und der Tabernakel wurden 1962 unter Verwendung barocker Engelsfiguren neu errichtet. Das Altarbild stellt die Aufnahme Marias in den Himmel dar.
Im Turm hängen fünf Glocken, die 1954 bzw. 1974 angeschafft wurden. Zwei 1974 veräußerte alte Glocken (von 1506 bis 1650) befinden sich heute im Diözesanmuseum St.Pölten und in der Propsteikirche.
In der Adventzeit findet man hier die Krippe.
Wir verlassen die Kirche und gelangen über ein paar Stufen beim Pfarrhof vorbei wieder auf den Hauptplatz. Von hier gelangen wir links durch die Habsburgergasse wieder zur Promenade.

Vor uns liegt auf einer Anhöhe die Propstei, die wollen wir euch das nächste Mal zeigen.
Der besondere Tipp: Mit der historischen „AGNES“ durch Zwettl.






















