Wo die Steine Namen tragen

Während man unsere Berge schon länger mit Namen bezeichnet, so ist das bei einzelnen Felsen oder Steinen kaum der Fall. Im Waldviertel ist das anders. Nun – wie kam es dazu?

Vor einigen Millionen Jahren zog sich quer durch das Waldviertel der Strand eines Südseeparadieses. Kaum zu glauben, sagen doch manche böse Zungen zuweilen Kaltviertel zum Waldviertel. Nicht überflutet war das Hochplateau des nördlichen und westlichen Waldviertels.

Wind und Wetter schliffen und polierten tagein, tagaus jene Steinformationen, die heute Restlinge genannt werden, sind sie doch die Oberflächenreste, des unterirdischen Granitmassivs. Die Art und Weise übrigens, wie die Natur die Steinkanten nahezu weich modellierte, wird mit einem hübsch klingenden Fachwort bezeichnet: Wollsackverwitterung.

Das Meer schrumpfte, wurde zum Binnenmeer und trocknete nach tektonischen Verschiebungen gänzlich aus. Zum Vorschein kamen die tiefer gelegenen Teile des Granit- und Gneismassivs. Nun konnten Wind und Wetter auch hier die Landschaft modellieren, Flusstäler ausspülen und spektakuläre Hohlräume entstehen lassen.

Dann wurde es kalt, das Klima änderte sich dramatisch, die Eiszeit begann, weite Teile Mitteleuropas vergletscherten. Nicht aber das Waldviertel, es wurde zur Kältesteppe, zur Tundra.

Nach der letzten Eiszeit bekam das Waldviertel langsam sein heutiges Aussehen.

Nur die Restlinge blieben gelassen, wogten im äußersten Fall als Wackelsteine behäbig und wie zeitgebremst ein wenig hin und her, um dann wieder zu ruhen für ein paar Millionen Jährchen.

Wer so lange überlebt, der sollte auch einen Namen bekommen, zu mindestens die ganz besonderen ihrer Art.



Kamelstein

Der Kamelstein (48.58304, 14.89529) befindet sich in der Nähe von Langschlag.

Die Namensgebung erfolgte aufgrund der Form der übereinander liegenden Blöcke, die besonders von einer Seite aus betrachtet an die Silhouette eines Kamels erinnern. Dies scheint im Waldviertel eher weit hergeholt zu sein, doch der Platz weist aus sensitiver Sicht betrachtet tatsächlich Verbindungen zu Ägypten auf.

Um den Kamelstein herum finden sich unzählige weitere große Steinblöcke, darunter auch der Opferstein mit einer tiefen Schale. Ein besonders großer und hoher, nach oben leicht spitz zulaufender Stein scheint ein Wächter zu sein, der die Grenze zum Zugang des Platzes markiert.

Zu finden ist der Kamelstein am Steinwanderweg (Teil 1).



Opferstein

Der Opferstein (48.58311, 14.89536), in der Nähe von Langschlag, ist ein Schalenstein, in dem auch bei großer Dürre das Wasser nicht austrocknet.

Wir halten mit ausgestreckten Armen die Handflächen an den Stein und spüren ein leichtes Etwas, was genau können wir nicht beschreiben.

Zu finden ist dieser Opferstein am Steinwanderweg (Teil 1)



Wackelstein

Der Wackelstein (48.58771, 14.89075) befindet sich auf einem mittlerweile fast abgeholzten Woadbichal (kleiner Wald auf einem Hügel) etwa 300 m südlich von der Ansiedlung Schmerbach mit fünf Häusern.

Das Naturdenkmal besteht aus übereinanderliegenden Granitblöcken mit einer Höhe von etwa 8 m mit einem aufliegenden Wackelstein.

Ein alter Volksglaube besagt, dass der Wackelstein ein Glücksbringer ist.

Zu finden ist dieser Wackelstein am Steinwanderweg (Teil 1).



Mutter-Kind-Stein

Der Mutter-Kind-Stein (48.58622, 14.88191) bei Schmerbach ist ein Doppelschalenstein mit einer großen und einer kleinen Schale.

Schon seit Jahrhunderten benutzten Menschen diesen Stein als Rast- und Energieplatz.

Eine Legende besagt: „Bei ihrer Wanderung durch das Waldviertel rastete die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind auf diesem Felsen.“

Besonders Frauen schätzen die Strahlung dieser Steinformation und erfahren hier Entspannung und Ausgeglichenheit.

Zu finden ist der Mutter-Kind-Stein am Steinwanderweg (Teil 1).



Fruchtbarkeitsstein

Der Fruchtbarkeitsstein (48.59556, 14.87609), der sich unmittelbar unter dem Gipfel befindet, ist größeres ein Steingebilde. Alle Steingruppen weisen eine besonders starke, positive Strahlung auf.

Der Stierberg wird als starker Kraftplatz bestätigt und gilt als Symbol der Fruchtbarkeit.

Der Stier ist ein Fruchtbarkeitsgott der keltischen Boier. Das ist ein keltischer Stamm in Mitteleuropa, der im bayrischen Wald, Südböhmen, Mühl- und Waldviertel lebte. Dieser Ort wurde auch als Fluchtstätte bei Kriegen und als Signalstelle verwendet. (Früher Aussicht bis zur Ruine Arbesbach.)

Zu finden ist der Fruchtbarkeitsstein am Steinwanderweg (Teil 2).



Familienstein
Familienstein

Der Familienstein (48.59556, 14.87581), der sich unmittelbar unter dem Gipfel befindet, ist größeres ein Steingebilde. Alle Steingruppen weisen eine besonders starke, positive Strahlung auf.

Der Stierberg wird als starker Kraftplatz bestätigt und gilt als Symbol der Fruchtbarkeit.

Der Stier ist ein Fruchtbarkeitsgott der keltischen Boier. Das ist ein keltischer Stamm in Mitteleuropa, der im bayrischen Wald, Südböhmen, Mühl- und Waldviertel lebte. Dieser Ort wurde auch als Fluchtstätte bei Kriegen und als Signalstelle verwendet. (Früher Aussicht bis zur Ruine Arbesbach.)

Zu finden ist der Fruchtbarkeitsstein am Steinwanderweg (Teil 2).



Jahn Felsen
Jahn Felsen

Der Jahn Felsen (48.56136, 15.14266) oberhalb der Weißenbachklamm hat seinen Namen von Johann Friedrich Ludwig Christoph Jahn, bekannt als Turnvater Jahn (* 11. August 1778 in Lanz (Prignitz); † 15. Oktober 1852 in Freyburg (Unstrut)). Er war ein deutscher Pädagoge, nationalistischer Publizist und Politiker.

Zu seinem Markenzeichen gehört die eingeklemmte und förmlich leicht schwebende Steinplatte in Form eines riesigen Käseeckerls.

Zu finden ist der Jahn Felsen am Rande des kurzen Hundertwasserweges.



Hoher Stein
Hoher Stein

Der Hohe Stein (48.55853, 15.13449) befindet sich im Hochwald von Großweisenbach.

Er ist ein grobkörniger Granitblock, der eine Höhe von 15 m, einen Durchmesser von 11 m und eine Oberfläche von rund 380 m2 hat. Der turmartige die Bäume überragende Granitfelszacken ist über einen gesicherten Steig leicht erreichbar und trägt das hölzerne Naturfreundekreuz.

Er wird am 18.03.1930 zum Naturdenkmal erklärt.

Folgende Wanderwege führen auf den Hohen Stein:
Naturfreundeweg 6 Großweißenbach-Hoher Stein
Naturfreundeweg 5 Uttissenbachmühle-Hoher Stein
Hundertwasserweg 55 kurz
Hundertwasserweg 55 lang
Waldviertler Kulturpfad 665 – Teil 3



Druidenkanzel
Druidenkanzel

Die Druidenkanzel (48.45522, 14.97994) bei Altmelon erhebt sich über den Farthofer Höhlen und kann über eine Steiganlage erklommen werden.

Riesige Steine bilden die Farthofer Höhlen, die aus zahlreichen Stollen bestehen. Sie haben eine Länge von acht bis 50 Metern und wurden am 19. und 20.06.1999 von H. u. W. Hartmann und Ch. Stoiber vom Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Nö. vermessen.

Folgende Wanderwege führen zur Druidenkanzel:
Luaga-Lucka-Weg
Kleiner Bärentrail – Teil 2



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