ZWalk – Wanderungen rund um Zwettl im WaldviertelWaldviertlerisches zum Wundern - ZWalk - Wanderungen rund um Zwettl im Waldviertel

Waldviertlerisches zum Wundern

Merkwürdiges, Besonderes und Kurioses aus der Region

Im kleinsten Museum
des Waldviertels
klemuwa
23. April
20. Oktober
E i n t r i t t   f r e i !
Rund um die Uhr geöffnet

Eine Ausstellung lebt weiter!

Als Kuriosum (Plural Kuriosa, auch Kuriosität, vom lateinischen curiositas = Neugier) bezeichnet man Personen, Tiere, Gegenstände, Situationen oder Zustände, die auf jede denkbare Art und Weise seltsam, wunderlich, komisch oder skurril erscheinen oder wirken. Das Wesen eines Kuriosums besteht üblicherweise in der Verblüffung des Rezipienten, die durch ungewohnte oder überraschende Abweichungen von üblichen Verhaltensmustern oder Denkweisen entsteht. Ein Kuriosum löst Neugier aus oder befriedigt sie.

Rappottenstein

Schwebende Weltkugel

Die schwebende Weltkugel bei Rappottenstein

Die schwebende Weltkugel bei Rappottenstein

„Die Natur kennt keine Grenzen“ sagt man, und so dürfte es auch hier geschehen sein. Anders ist die scheinbar schwebende Lage dieser Steinkugel zwischen den Restlingen nicht zu verstehen. Aber vielleicht hat ja doch der Teufel etwas mitgeholfen.

Die schwebende Weltkugel bei Rappottenstein

Die schwebende Weltkugel bei Rappottenstein

Seit dem Jahre 2013 kann man nun auch noch zwei Schalensteine besichtigen, die links oberhalb der schwebenden Weltkugel am Waldrand zu finden sind. Einer der beiden hat die Mulde immer mit Wasser gefüllt.

Zum Bericht ♥ 48.5064, 15.1120

Maria Grainbrunn

Marienbild

Muttergottes Maria Grainbrunn

Muttergottes Maria Grainbrunn

Dieses eindrucksvolle Gnadenbild, auf einer Holztafel von 1517 gemalt, hängt im Altarraum der Wallfahrtskirche in Grainbrunn. Das Jesuskind hält einen „Mohnzuzler“ in der Hand. Wohl auch ein Hinweis, dass im Waldviertel viel Mohn angebaut wurde und wird.

Früher steckten die Bäuerinnen ihren Kindern schon einmal zur Beruhigung einen „Mohnzuzler“ in den Mund. Dabei wird von einem mit Mohn gefüllten Stoffsäckchen genuckelt.

Zum Bericht ♥ 48.4871, 15.2728

Ottenschlag

Weyrerteich Viadukt

Das Weyrerteich Viadukt

Das Weyrerteich Viadukt

In unmittelbarer Nähe zum Weyrerteich bei Ottenschlag steht ein imposantes zwölf Meter hohes Eisenbahnviadukt mitten im Hochwald, wie kastriert, weil seiner Schienen und damit seiner ursprünglichen Funktion beraubt.

● Am 4. Juli 1896 wird die Lokalbahn von Schwarzenau nach Zwettl eröffnet.
● Der Abschnitt zwischen Zwettl und Martinsberg-Gutenbrunn wird am 15. Oktober 1906 in Betrieb genommen.
● Mit 27. Dezember 2010 erfolgt für die Strecke 1762 zwischen Waldhausen und Martinsberg-Gutenbrunn die Bewilligung der dauernden Einstellung des Eisenbahnbetriebes nach § 28 EisbG.
● Ab August 2014 werden die Schienen von Waldhausen bis Martinsberg-Gutenbrunn abgetragen.

Zum Bericht ♥ 48.4314, 15.1733

Pehendorf

Kunst zwingt Rost

Kunst zwingt Rost

Kunst zwingt Rost

In Pehendorf in der Gemeinde Rappottenstein befindet sich der 2012 eröffnete Skulpturenpark, eine Schaustätte mit Witz und Ironie. Auf einer Fläche von ca. 3000 m² sind über 200 Unikate ausgestellt.

Kunst zwingt Rost

Kunst zwingt Rost

Der Skulpturenpark von Helmuth Hammel in Pehendorf nahe Rappottenstein im Waldviertel erinnert an Körperwelten. Kunst zwingt Rost steht über dem Eingang der vom Künstler gepachteten Wiese. Auf ihr stehen bis zu 200 Objekte, kunstvoll und detailreich zusammengeschweißte und aus Abfällen recycelte Unikate. Ausgeburten einer Traumwelt, die aus den mythologischen Götter- und Heldensagen schöpft, aber auch aktuelles Zeitgeschehen ironisch und immer wieder allegorisch bricht. „Benzinbruders Geburtstag“ oder „Das Boot ist voll“ als Beispiel. Eine aus dem Wiesenboden gestampfte Armee wie aus einem Science Fiktion. Neben fantastischer Fauna findet auch der „Aufziehvogel von Murakami“ seinen Platz.

Zum Bericht ♥ 48.4814, 15.0435

Oberneustift

Die Steinpyramide

Die Steinpyramide

Die Steinpyramide

Am Ober Neustifter Steinberg steht der im Volksmund als Steinpyramide bezeichnete Stufenkegel, in Mitteleuropa das bisher einzige bekannte Bauwerk dieser Art. Die Anlage unbekannten Alters besteht aus vier annähernd kreisförmig angelegten Ebenen und erreicht bei einem Durchmesser von 16,5 Metern eine Höhe von 6,8 Metern. Im Winter 2016 ist das Bauwerk schon wieder weitgehend zerfallen.

Die Steinpyramide

Das Bauwerk ist ständig dem Verfall preisgegeben. Im Jahre 2000 wird die Pyramide, in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt, von der Stadtgemeinde Groß Gerungs renoviert. Mittlerweile ist durch die Kraft der Natur wieder ein Teil beschädigt.

Zum Bericht ♥ 48.5759, 15.0617

Zwettl-Roiten

Der Wasserwunderweg

Wasserwunderweg

Wasserwunderweg

Foto: Kampwasser bei der Hahnsäge

Das Kamptal zwischen Zwettl und Roiten ist das beliebteste Wandergebiet in Zwettl. Neugierig und von der Faszination des Wassers angelockt, entwickelte Günter Schön im alten Medium Fotografie einen neuen Zweig, die Wasserschwingungsfotografie. Mehr von seinen fantastischen Bildern kann man am Wasserwunderweg bestaunen.

Wasserwunderweg

Wasserwunderweg

Wasserwunderweg

Das Wasser versteht anscheinend alles. Nur wir kapieren – noch – zu wenig. Fotograf Günter Schön hat faszinierende Bilderwelten des Wassers entdeckt und zugänglich gemacht. Er ist ein Wassermann, ein Monsieur Tausendwasser, der nun mit einem Hundertwasser-Wanderweg die Menschheit sensibilisieren will. Die Botschaften des Wassers sind eindeutig.

Im „Hoidahaisl“ des Dorfmuseums Roiten werden in einer Dauerausstellung weitere Wasserschwingungsbilder von Günter Schön präsentiert. Geöffnet von Mai bis September: Fr – So und Feiertage von 14:00 bis 16:30 Uhr

Zum Bericht ♥ 48.6046, 15.1683

Stift Zwettl

Die Bärenhaut

Die Bärenhaut

Die Bärenhaut

Das Stifterbuch des Klosters Zwettl, lateinisch Liber fundatorum zwetlensis monasterii, ist eine Handschrift, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts im Kloster Zwettl geschrieben wird. Die populäre Bezeichnung „Bärenhaut“ rührt vom Einband aus Schweinsleder her – es handelt sich also um einen „Saubären“, einem Eber.

Die Bärenhaut

Die Bärenhaut

Das Buch gehört in historischer wie kunsthistorischer Sicht zu den wichtigsten österreichischen Quellen des beginnenden 14. Jahrhunderts. Das überaus reichhaltige Quellenmaterial gibt nicht nur Aufschluss über die Geschichte des Klosters selbst, sondern darüber hinaus auch über die Herrschafts- und Besitzgeschichte Österreichs. Im Mittelpunkt dieser Darstellung steht die Stifterfamilie des Klosters Zwettl, die Kuenringer, die nicht zuletzt einen bedeutenden Abschnitt der niederösterreichischen Landesgeschichte mitgeprägt haben.

Führungen durch die Schatzkammer: täglich 11:00 Uhr

Zum Bericht ♥ 48.6172, 15.2017

Kottinghörmanns/Schrems

Der Vater Unser Stein

Der Vater Unser Stein

Der Vater Unser Stein

Im Juli 1960 hat Karl Riedl, ein Bauer aus Kottinghörmanns bei Schrems, das Vaterunser in einen mannshohen Granitblock gemeißelt, das gesamte Gebet, Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe, vollendet mit seiner Signatur und einem Rosenkranz. Zwei Tage soll er mit Hammer und Spitzeisen daran gearbeitet haben, ohne eine einzige Pause, in der Nacht beim Schein einer Petroleumlampe.

Der Vater Unser Stein

Der Vater Unser Stein

Wer sich jemals mit einem Meißel an Granit versucht hat, steht mit ungläubigem Staunen davor. Die Buchstaben sind tief gearbeitet, unverwischbar, eben für die Ewigkeit geschrieben. Auf diesem Stein ist das Vater Unser noch in der alten Form verewigt.

Der Vater Unser Stein

Dahinter gibt es einen Schalenstein in der Form eines steinernen Sofas. Der Sitzstein macht denjenigen, der darauf rastet, angeblich aggressiv.

Zum Bericht ♥ 48.8016, 15.0216

Purk

Wie im Mittelalter

Ein mittelalterliches Szenario

Ein mittelalterliches Szenario

Bei der Großen Krems unterhalb des Mühlgerichts angekommen, tut sich ein mittelalterliches Szenario auf. Eine Doppelrundbogenbrücke überspannt die Große Krems. Daneben mündet das Purker Bachl in die Große Krems. Wenn man die Brücke verlässt und ans Ufer hinuntersteigt, fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit der Kuenringer, die Eroberer des Waldviertels.

Ein mittelalterliches Szenario

Ein mittelalterliches Szenario

Als Bischof Altmann von Passau im Jahre 1083 das Kloster Göttweig gründete, wies er demselben, nebst großen Landstrecken am rechten Donauufer, auch am linken Ufer dieses mächtigen Stromes einen Teil des „Desertum ad Grie“ zu, ein mächtiges Waldgebiet am Oberlaufe der Krems. Wo vor weniger als anderthalb hundert Jahren nur dichter, dunkler Wald war, in welchem nur zwei Ortschaften, „Chotansriuts“, heute Kottes, und das „PrediumLeopoldi“, heute Leopolds, sowie drei Ansiedlungen: Voitsau, Wolfenreith und Sigisreith waren, sehen wir zu Beginn des XIII. Jahrhunderts eine große Anzahl blühender Dörfer und Einzelgehöfte.

Zum Bericht ♥ 48.4670, 15.3044

Stift Zwettl

Das Zwettler Kreuz

Das Zwettler Kreuz

Das Zwettler Kreuz

Vor über 750 Jahren wird dieses Kreuz aus Frankreich, dem Mutterland des Ordens, nach Zwettl mitgebracht. Die Figur des Gekreuzigten stammt aus dem 1. Drittel des 13. Jahrhunderts. Das umgebende Kreuz ist das Ergebnis zahlreicher Restaurierungen von 1653 bis 1945. Über dem Haupt Christi ist ein byzantinischer Amethyst-Cameo mit Christuskopf (22 mm X 18 mm, 11. Jhdt.) eingearbeitet.

Das Zwettler Kreuz

Silber, teilweise vergoldet, getrieben, graviert und punziert; Filigran-, Halbedelstein- und Glasschmuck. Am unteren Balken wurden auf der Rückseite im 17. Jahrhundert zwei Kartuschen hinzugefügt, die eine mit dem Wappen des Abtes Bernard Linck (1646-1671), die andere mit einer Inschrift, welche über die 1653 vom genannten Abt angeordnete Restaurierung berichtet.
Damals wurde das Standkreuz in ein Vortragekreuz umgewandelt und daher der Fuß ersetzt; ferner im Holzkern unterhalb des Gekreuzigten ein weiteres Reliquienfach angefertigt. 1859 wurden umfangreiche Änderungen durch den Wiener Goldschmied Matzenauer vorgenommen, unter anderem die Glasflüsse hinzugefügt und die alten Gemmen neu gefasst. Eine weitere Restaurierung fand 1907 statt. Schließlich wurden nach 1945 frühere Hinzufügungen, wie der Strahlenkranz, entfernt und die Steine umgeordnet. Späteren Datums ist der Kordeldraht, der die Rückseite einfasst.

Das Zwettler Kreuz

Zum Bericht ♥ 48.6172, 15.2017

Schönbach

Christus mit echten Haaren

Christus mit echten Haaren

Christus mit echten Haaren

Der Kreuzaltar aus dem Jahre 1714 in der Wallfahrtskirche Maria Rast zeigt uns Jesus Christus mit echten Haaren und echter Dornenkrone. Der Anblick ist ergreifend und zugleich erschaudernd. Jesus – wo immer wir ihm begegnen, sehen wir uns mit der Zweideutigkeit seiner Person konfrontiert: Jesus, der Mensch, und Jesus, der Sohn Gottes. Jesus, der Leidende, der an den Widersprüchen dieser Welt zerbricht, und Jesus, der Triumphator, vor dem sich alle Knie beugen müssen.

Christus mit echten Haaren

Christus mit echten Haaren

Der 1351 urkundlich erstmals genannte Markt Schönbach gehört im 14. Jahrhundert zur Herrschaft Rappottenstein. Die Pfarre Maria Lichtmess entsteht bereits vorher um 1300 als Filiale von Rappottenstein. Schon im 15. Jahrhundert ist Schönbach wegen der Gnadenstatue „Maria Rast“ ein beliebter Wallfahrtsort. Infolge der Reformation ist die Pfarre ab 1556 nicht mehr besetzt. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts sind mehr als 80 Prozent der Untertanen evangelisch. Im Jahre 1698 beruft Gräfin Margarete Strattmann aus dem Haus Abensberg-Traun, Herrin auf Rappottenstein, den Orden der Hieronymitaner nach Schönbach und übergibt ihnen die Kirche zur Betreuung, die ab 1700 wieder selbstständige Pfarrkirche wird. In dieser Zeit entsteht auch der Christus mit den echten Haaren.

Zum Bericht ♥ 48.4532, 15.0388

Schönbach

Der Schönbacher Via Lucis

Der Schönbacher Via Lucis

Der Schönbacher Via Lucis

Der Via Lucis, Weg des Lichtes, oder kurz Lichtweg, ist eine relativ neue Andachtsform in der römisch-katholischen Kirche. Er beginnt dort, wo der Kreuzweg (Via crucis) endet. Die Freude über die Auferstehung steht im Mittelpunkt. Der Lichtweg hat ebenso vierzehn Stationen wie der Kreuzweg, beginnt mit der Auferstehung und endet mit der Sendung des Heiligen Geistes zu Pfingsten.

Der Schönbacher Via Lucis

Der Schönbacher Via Lucis

Bei strahlendem Sonnenschein wird am Samstag 15.08.2009 der erste Lichtweg „Via Lucis“ Österreichs in Schönbach eröffnet. Bis heute gibt es bereits 11 von 14 Stationen.

Zum Bericht ♥ 48.4501, 15.0374

Armschlag

Der Waldviertler Graumohn

Der Waldviertler Graumohn

Der Waldviertler Graumohn

Die Geschichte des Mohns reicht bis in die Steinzeit zurück und Waldviertler Graumohn wurde bis 1933 sogar an der Londoner Börse gehandelt. Je nach Weltmarktlage werden im Waldviertel jährlich zwischen 200 und 700 Hektar Mohn angebaut. Dazu braucht man für 1 ha (100 x 100 Meter) nur etwa 1 kg Mohn! Er ist ein echter Vermehrungskünstler.

Der Waldviertler Graumohn

Der 17. März – Tag der Heiligen Gertraud von Nivelles – die als Patronin der Garten- und Feldfrüchte gilt, und der Karfreitag waren die beliebtesten Termine zur Mohn-Aussaat der Mohnleut’. Man sagte, wenn an diesen Tagen ausgesät wird, so wende das die Gefahr des Reifes ab.

Der Waldviertler Graumohn

„Die Weiba kumman im Mohn zum Lieg’n !“ Bei einer Pflanzhöhe von zirka 3 cm wurde gejätet. Nach weiteren drei Wochen wurde dann mit der Haue „angehäufelt“. Das war eine sehr mühselige Arbeit. Manche tun es noch heute.

Zum Bericht ♥ 48.4528, 15.2193

Ottenstein

Das Stauseekrokodil

Das Krokodil im Stausee Ottenstein

Das Krokodil im Stausee Ottenstein

Im Jahre 2002 werden zwei Frauen aus Wien, die mit ihrem Schlauchboot am See paddeln, von einem Krokodil in die Flucht getrieben. Sie erstatten Anzeige bei der Gendarmerie. Da nicht auszuschließen ist, dass sich ein Reptilienbesitzer seines Tieres entledigt hat, wird eine große Suchaktion nach dem Tier gestartet. Nach einer halben Nacht wird der Einsatz erfolglos abgebrochen. Es wird leider kein Krokodil gesichtet.

Das Krokodil im Stausee Ottenstein

Unmittelbar nach dem Hochwasser im August 2002 wird das Tier erneut auf einer Insel im Stausee Ottenstein gesichtet. Unter enormem Einsatz gelingt es das Krokodil zu fangen und in Ketten zu legen. Aufgrund seiner Gefährlichkeit wird das Reptil aus der Region Stausee Ottenstein verbannt. Seither wird es an einem sicheren Ort bei Schloss Luberegg (vor dem Landhotel Wachau nahe Emmersdorf) zur Schau gestellt, wo es ganzjährig besichtigt werden kann.

Das Krokodil im Stausee Ottenstein

Zum Bericht ♥ 48.5867, 15.3176

Gutenbrunn

Horizontale Tausender

Zwettlstein 1013 m

Zwettlstein 1013 m

Opferschale 1016 m

Opferschale 1016 m

Das Waldviertel liegt hoch oben im Norden. Aber was ist schon hoch? Unsere Tausender verstecken sich im Hochwald, sind zurückhaltend und verschlossen, wie die Bewohner selbst. Man merkt kaum, dass man auf einem Gipfel des Waldviertels steht, wie am Beispiel des Zwettlsteins (1013 m) oder der Opferschale (1016 m).

Wald

Eine Auswahl unserer Gipfel:
1063 m Tischberg
1061 m Großer Peilstein
1055 m Helbergstein
1054 m Eichelberg
1041 m Weinsberg
1030 m Brand
1022 m Ochsenstrauss
1022 m Schöngrund
1019 m Ahornstein
1017 m Nebelstein
1016 m Gattringerberg
1016 m Opferschale
1016 m Schafriedel
1015 m Binderberg
1013 m Zwettlstein
1012 m Burgsteinberg
1010 m Hirschberg
1008 m Hummelberg
1004 m Sepplberg
1004 m Jägerberg
1003 m Bärenstein
1001 m Großer Höllberg
1000 m Höllberg

Zum Bericht ♥ 48.3696, 15.0836

Kirchbach

Brettersäge

Brettersäge Kirchbach

Brettersäge Kirchbach

Es ist schon erstaunlich, dass dieses Relikt aus Urgroßvaters Zeit nach langer Ruhepause wieder seine Dienste tut. Zwar nicht immer, aber immer dann, wenn Besucher vorbeikommen. Der Führer, oder sollte man besser Sagler zu ihm sagen, hebt mittels Seilzug den Schuber im Werkskanal hoch und das Wasser treibt das vier Meter große oberschlächtige Wasserrad an, das seine Kraft bis zum Venezianischen Sägegatter weitergibt.

Brettersäge Kirchbach

Brettersäge Kirchbach

Venezianersägen sind aus Holz gebaute Brettersägen mit einem einzelnen senkrecht schneidenden Sägeblatt. Leonardo da Vinci erfand sie im 16. Jahrhundert gemeinsam mit venezianischen Holzhändlern. Vorher mussten die Menschen ihre Holzbretter mit Muskelkraft schneiden. Es konnte jeweils ein Brett herunter geschnitten werden. Um ein größeres Bloch zu schneiden, benötigte man einen ganzen Tag. Daher verwendete man Bretter hauptsächlich für die Herstellung von Möbeln und Verkleidungen. Das Dachstuhlholz wurde bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts weiterhin gehackt.

Zum Bericht ♥ 48.5390, 15.0471

Döllersheim

Sinnbild für die Alte Heimat

Döllersheim

Mein Name ist Franz Krapfenbauer aus Franzen 57 und wir schreiben das Jahr 1947, oder war es doch schon 1948, egal. Ich bin mit meinem Sohn zu Fuß Richtung Döllersheim unterwegs, als wir über dem verlassenen Ort Rauch aufsteigen sehen. Vor Döllersheim bemerken wir, dass die Kirche brennt. Das Feuer hat auch schon die Statue des Heiligen Josef mit Kind erfasst. An diesem Tag habe ich meine Bogensäge mitgenommen, als hätte ich eine Vorahnung gehabt, und so schneiden wir die Figur in zwei Teile und retten somit den oberen Teil vor den Flammen.

Döllersheim

Trotz mehrfacher Angebote von Altwarenhändlern wird der Torso sicher in der Familie aufbewahrt. Seit 2009 stellt Familie Krapfenbauer diese Statue dem Verein „Freunde der alten Heimat“ für Ausstellungszwecke und Heilige Messen zur Verfügung.

Döllersheim

Döllersheim ist ein Sinnbild für die „Alte Heimat“ geworden. Werden doch in der Zeit vom 5. August 1938 bis lange nach dem Jahre 1942 rund 7.000 Bewohner aus 42 Ortschaften, 6 Streusiedlungen, 8 Einzelgehöften, 10 Mühlen und aus 51 Häusern von weiteren 9 Ortschaften im Herzen des Waldviertels umgesiedelt. Der Grund, ein militärischer Übungsplatz wird angelegt.

Zum Bericht ♥ 48.6204, 15.3105

Arbesbach

Der Galgen

Galgen

Galgen

Südwestlich von Arbesbach steht am Galgenberg der noch erhaltene Galgen aus dem 17.Jahrhundert. Der ehemalige Galgen des Landgerichts Arbesbach besteht aus drei gemauerten Säulen und einer niederen runden Sockelmauer. Die Säulen wurden oben mit Balken verbunden, an denen die Hinrichtungsstränge angebunden wurden.

Galgen

In den Gerichtsakten sind mehrere Todesurteile vermerkt, so im Jahre 1624 jenes über Hans Weinberger und im Jahre 1634 über Thomas Steininger. Die letzte Hinrichtung findet am 30. Mai 1728 statt und bringt Thomas Rametsteiner im Mauerring des Galgens auf den Scheiterhaufen.

Zum Bericht ♥ 48.4902, 14.9466

Weinpolz

Bildstockbirke

Bildstockbirke

Bildstockbirke

Auf einem Bildstock in Weinpolz wächst eine botanische Besonderheit: ein sehr alter Birkenbaum. Ein Anrainer erzählt: „Als ich in den 1940-er Jahren herkam, war die Birke schon drauf.“

Bildstockbirke

Bildstockbirke

Ein Foto von Georg Keinrath aus dem Jahre 1923 zeigt die Großeltern des heutigen Besitzers Karl Keinrath, die Birke wächst schon am Dach.

Bildstockbirke

Zum Bericht ♥ 48.7578, 15.3320

Schwarzenau

Bruder Deogratias

Bruder Deogratias

Bruder Deogratias

Wie kommt es, dass in unserer Umgebung zahlreiche barocke Statuen des sonst bei uns eher selten verehrten Heiligen Felix von Cantalice anzutreffen sind?

Bruder Deogratias

Franz Adam ist der Sohn des Inhabers der Herrschaft Meires. Er selbst besitzt ab 1726 die Herrschaft als väterliches Erbe. 1728 heiratet er die Inhaberin der Herrschaft Schwarzenau, Maria Leopolda Josefa Johanna, Tochter des Jakob Leopold Freiherrn Thavonat von Thavon, und wird dadurch Besitzer der Herrschaft Schwarzenau. Sie stiften in der Zeit von 1729 bis 1752 elf Statuen des Heiligen Felix von Cantalice, die alle bis heute erhalten sind.

Zum Bericht ♥ 48.7438, 15.2628

Maria Laach

Unserer Lieben Frau sechs Finger

Maria Laach

Das gotische Altarbild aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist in Tempera auf Holz gemalt. Es zeigt die thronende Maria mit dem Jesuskind. Die rechte Hand hat sechs Finger und hält einen Rosenkranz. Hinter dem Thron sind unten betende und oben musizierende Engel dargestellt.

Maria Laach

Maria Laach

Dehio und Kirchenführer vermuten, dass das Bild von Johann Wilhelm von Kuefstein gestiftet wurde. Dehio gibt als Datum der Stiftung das Jahr 1636 an, laut Kirchenführer dürfte es Kuefstein um 1663 aus den Rheinlanden mitgebracht haben.

Das Altarretabel des als „Gnadenbildaltar“ bezeichneten linken Seitenaltares aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit gedrehten Säulen, Blattwerkdekor und einem Rundbogenaufsatz wird im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts verändert. Es trägt Statuen der Heiligen Antonius der Große, Rochus, Barbara und einer weiteren Heiligen, möglicherweise die Heilige Katharina, sowie zweier Mönche und Engel.

Die Pfarrkirche Maria Laach ist am Südabhang des Jauerling in einer Höhe von 644 m gelegen. Sie gehört zu den wenigen Kunstwerken des Landes, deren mittelalterliche Ausstattung sich fast unvermindert erhalten hat. Durch Jahrhunderte war sie eine Filiale von Weiten. 1367 wird in einem Prozessakt – im Zusammenhang mit dem Melker Kreuz – der Marienaltar erwähnt.

♥ 48.3019, 15.3456

Waldhausen – Gutenbrunn

Der Waldviertler Bahnübergang

Der Waldviertler Bahnübergang

Der Waldviertler Bahnübergang

Seit August 2014 gibt es zahlreiche eigenartige Bahnübergänge im Waldviertel. Zehn Verkehrszeichen sichern ein kleines Stück Schienen, gerademal so breit wie die Straße. Links und rechts davon sind die Schienen abgetragen und die Natur nimmt langsam wieder überhand.

Der Waldviertler Bahnübergang

Der Waldviertler Bahnübergang

Zum Bericht ♥ 48.4350, 15.1721

Franzen

Der große Feuerwehrmann

Der große Feuerwehrmann

Der große Feuerwehrmann

Schon 1933 bekommt das Feuerwehrhaus in Franzen einen Schlauchturm, dessen Dach wie ein riesengroßer Feuerwehrhelm aussieht. Nach dem Neubau im Jahre 2014 übersiedelt der Helm natürlich auf das neue Gebäude.

Der große Feuerwehrmann

Zum Bericht ♥ 48.6188, 15.3941

Wörnharts

Die größte Fichte

Die größte Fichte

Die größte Fichte

Die größte Fichte des Waldviertels steht nördlich von Wörnharts zwischen Jagenbach und Weitra. Der mächtige Baum hat eine Höhe von 36 Metern und einen Stammumfang von 5,10 Metern.

Die größte Fichte

Die größte Fichte

Mit Bescheid vom 17. Oktober 1988 der Bezirkshauptmannschaft Gmünd wird die Fichte auf Parzelle 1649/2, KG Wörnharts („Fuchs-Fichte“) zum Naturdenkmal. Gleichzeitig wird der Umkreis von 10 m Radius um den Stamm zum Bestandteil dieses Naturdenkmales erklärt.

Zum Bericht ♥ 48.6769, 14.9621

Reichpolds

Der älteste Baum

Der älteste Baum

Der älteste Baum

Der älteste Baum im Waldviertel steht im Ortszentrum von Reichpolds. Es ist eine Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) mit einem Stammumfang von 8,79 Metern.

Der älteste Baum

In einer natürlichen Baumnische ist eine Holznische mit Schindeldach eingebaut. In der Nische steht eine Heiligenfigur des schmerzhaften Jesus, dessen rechte Hand bereits fehlt, als würde sich die Figur dem Baum anpassen.

Zum Bericht ♥ 48.4154, 15.2773

Waldviertel

Wolkenspiegel

Wolkenspiegel

Wolkenspiegel

Im Waldviertel steht vor 300 Millionen Jahren der legendäre Wolkenspiegel, der höchste Berg des Ur-Kontinents. Der Wolkenspiegel ist inzwischen von Wind und Wetter und Kontinentaldrift abgetragen worden, aber geblieben ist ein echtes, unverfälschtes Hoch-Land. Das hat dem Waldviertel seine typische Härte und Natürlichkeit gegeben, einen unverwechselbaren nordischen Charakter, der auch die Menschen prägt.

Das Waldviertel hat weit über 1000 Teiche.
Das Waldviertel hat die meisten Hochmoore Österreichs.
Der Weinsberger Wald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Österreichs.
Im Waldviertel findet man Fossilien von Muscheln, Seekühen und Krokodilen, was beweist, dass das Waldviertel einmal am Meer lag.

„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ (Heraklit)

Wolkenspiegel

Die Welt ist im ständigen Wandel. Auch das Waldviertel ist davon nicht ausgenommen. Zeugen dieser vielfachen Veränderung sind Fossilien, Spuren und Reste von früherem Leben. (Museum Niederösterreich)

Zum Bericht ♥ 48.4535, 14.9710

Engelbrechts

Die eingewachsene Mistkralle

Die eingewachsene Mistkralle von Engelbrechts

Die eingewachsene Mistkralle von Engelbrechts

Es ist ein Kunstwerk, wie es nur die Natur hervorbringen kann. Und eines, das viel Zeit braucht. Der Bauer hat es längst vergessen.

Die eingewachsene Mistkralle von Engelbrechts

Zum Bericht ♥ 48.5263, 15.1912

Gutenbrunn-Pöggstall-Luberegg

Die Fürnbergsche Poststraße

Die Fürnbergsche Poststraße

Im Jahre 1791 erhält Edler Josef Weber von Fürnberg (*24.2.1742 bis †13.9.1799) das Postprivileg und errichtet in der Folge eine Poststraße, die das südliche Waldviertel mit dem Donautal verbindet. Für die damalige Zeit war die Überwindung des äußerst schwierigen Geländes mit seinen engen Schluchten und steilen Anstiegen eine Genieleistung der Straßenbaukunst. Zahlreiche Brücken und Kunstbauten zur Straßenbefestigung stehen seit dieser Zeit mitten im Wald und haben die lange Zeit sehr gut überstanden.

Die Fürnbergsche Poststraße

Die Fürnbergsche Poststraße

Die kleine Reisegesellschaft hatte eben die Donau bei Melk übersetzt und schickt sich nun an, vor dem Schlösschen Luberegg eine Postkutsche zu besteigen. Unter ihnen befindet sich auch der berühmte Musicus Ludwig van Beethoven aus Wien. Genaue Details und die Gründe, die den Meister zu dieser Fahrt durch das Waldviertel bewogen haben mögen, sind nicht bekannt. Lediglich der Name des Komponisten hat sich auf einer der wenigen erhaltenen Passagierlisten dieser Postverbindung von Luberegg nach Gutenbrunn gefunden. Die Fahrt führt ins Weitenbachtal, zweigt beim Schloss Leiben ab und führt über die Anhöhe Aichau nach Seiterndorf und Pöggstall. Von hier geht es weiter Richtung Annagschmais, Hundsbach und im großen Bogen durch Martinsberg nach Gutenbrunn zur Poststation.

Truckerhaus
Öffnungszeiten (Museumsraum):
Mo.–So. 8–18 Uhr
Führungen (ca. 90 Min.): von
April–November Sammelführungen:
jeden Sa. um 14:30 Uhr.
Eintritt (Museumsraum): freiwillige
Spende (Richtpreis € 3,–)

Zum Bericht ♥ 48.3304, 15.1895

Stift Zwettl

Das längste Brett Österreichs

Das längste Brett Österreichs

Nach langen Vorbereitungsarbeiten und einer präzisen Schnittführung wird am Edelhof beim Tag der offenen Tür am 5. Juni 2016 ein Brett mit exakt 39,09 Meter Länge geschnitten. Das Brett hängt an der Außenmauer des Stiftes Zwettl neben der Kampbrücke.

Das längste Brett Österreichs

Das längste Brett Österreichs

Die Schüler wollen mit einem Brett von 50 Metern Länge den Rekord brechen, der Baum, der für dieses Projekt ausgewählt wird, bricht jedoch beim Umschneiden ab. Für den neuen österreichischen Rekord reicht es aber.

Der aktuelle Weltrekord kommt übrigens aus Polen, wo ein Brett mit einer Länge von 46 Metern geschnitten wurde.

Zum Bericht ♥ 48.6156, 15.1997

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