Türme und Mauern der Kuenringerstadt Zwettl

Der Antonturm

Selber entdecken oder bei einem geführten Stadtrundgang zuhören und staunen.

Buchbar sind die Zwettler Stadtrundgänge
in der Zwettl-Info im Alten Rathaus
Telefon: +43(0) 2822 503128

Der Folder zum Download.

Alle Türme kann man auch mit Hilfe der Hearonymus App,
dem interaktiven Audioguide für Smartphones direkt vor Ort erkunden.



Mauern umgeben die Stadt

Vom Mittelalter bis in die Neuzeit hatten wahrscheinlich fast alle Menschen in Mitteleuropa ein nahezu identes Bild von „Stadt“: Mauern, Tore und Türme, die ein eng verbautes Stück Land umschlossen und dieses deutlich von der umgebenden „Wildnis“ abgrenzten. Dieser von Mauern umschlossene Raum ermöglichte seinen Bewohnern relativ viele Freiheiten, er wurde von ihnen mehr oder weniger selbst verwaltet.

Im Jahr 1200, als Herzog Leopold VI. „seinen Zwettler Bürgern“ die gleichen Rechte verlieh, die bereits die Kremser besaßen, erstreckte sich die Stadt Zwettl im Wesentlichen entlang der heutigen Landstraße vom Kampufer bis zur Weitraer Straße. In der Mitte dieser Siedlung weitete sich die Straße in einen großen, angerartigen Dreiecksplatz (heute Haupt- und Dreifaltigkeitsplatz). Der Ort war vermutlich bereits damals von einem Palisadenzaun umgeben.

Vor 1229 kam es unter Hadmar III. und Heinrich III. von Kuenring zu einer bedeutenden Stadterweiterung. Im Norden wurde der Neue Markt angelegt, zugleich umgab man die gesamte Stadt mit einer festen Mauer. Diese wurde allerdings bereits 1231 während des Aufstandes gegen den Babenberger Herzog Friedrich II., den Streitbaren, zerstört, danach allerdings wieder aufgebaut.

In den Jahren danach kam es immer wieder zu Umbauten an der Stadtmauer. Wesentliche Teile des heutigen Bestandes stammen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Die Zwettler Stadtmauer

Die Ringmauer, welche den eigentlichen Stadtbereich von Zwettl bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts umschloss, hatte drei mit Türmen bewehrte Tore und ursprünglich acht, vielleicht sogar zehn Türme. Heute sind noch 917 Meter Stadtmauer mit sechs Türmen und einem mächtigen Mauervorsprung erhalten.

Gegen die beiden Flussläufe Kamp und Zwettl hin folgte die Stadtmauer dem natürlichen Steilabfall. An den beiden anderen Seiten suchte sie in einer geraden Linie die kürzeste Verbindung zu den Eckpunkten der Stadtbefestigung. Zusätzlich wurden diese beiden Flanken durch den Stadtgraben gesichert. Vom Kampufer kam man nahe der Stadtpfarrkirche durch das Untere (Niedere) oder Kremser Tor in die Stadt. Am oberen Ende der Landstraße musste man das Weitraer oder Obere Tor passieren, während man in Richtung Stift Zwettl die Stadt durch das Oberhofer Tor verließ.

Außerhalb des Weitraer und des Oberhofer Tores führten Brücken (ursprünglich handelte es sich um Zugbrücken) über den Stadtgraben. Dem Kremser Tor war zumindest ab der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts ein mächtiger Rundbau (eine Barbakane) vorgelagert. Außerhalb der Stadtmauer gab es noch Palisaden, Vorwerke und Teiche.



Die Altstadtrunde mit einer Dauer von 45 min startet beim Alten Rathaus. Über den Hauptplatz mit dem Hundertwasserbrunnen geht es zur Stadtpfarrkirche. Durch die Babenbergergasse gelangt man zur Promenade und folgt der Stadtmauer bis zum Antonturm, dem Zwettler Wahrzeichen. Über die Talbergstiege erreicht man wieder die Obere Landstraße. Von hier geht es zurück zum Ausgangspunkt.
Die Stadtmauer-Erkundungstour mit einer Dauer von 60 min startet ebenfalls beim Alten Rathaus. Schwerpunkt dieser Tour ist die Stadtmauer mit ihren noch sechs erhaltenen Türmen.


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