Teichrundwanderweg Hirschbach

>> Länge: 8,1 km | Höhe: 36 m | Dauer: 02:00 <<

Hirschbach
Hirschbach
Beim Prettereckteich
Beim Prettereckteich
Prettereckteich
Prettereckteich


Die Marktgemeinde Hirschbach direkt an der Franz-Josefs-Bahn gelegen ist flächenmäßig die kleinste Gemeinde des Bezirkes Gmünd. Der Name „Hirschpach“ wird erstmals im Jahre 1280 in einer Urkunde erwähnt, welche im Stift Zwettl aufbewahrt wird. Zu dieser Zeit gibt es in Hirschbach bereits eine Burg, die im Laufe der Zeit zu einem Schloss ausgebaut wird. Hirschbach entwickelt sich zu einer ansehnlichen Herrschaft, bis im Jahre 1760 das Schloss an die Herrschaft Kirchberg am Walde verkauft wird. Anschließend ist es jahrzehntelang unbewohnt, bis schließlich Türme und einige Obergeschoße abgetragen werden und der ganze Bau in einzelne Wohnhäuser rund um den quadratischen Innenhof aufgeteilt wird. Die Pfarrkirche geht aus der ehemaligen Schlosskapelle hervor.


Fotos aufgenommen im Juli 2016
Wandern im flachen GeländeNordic Walking geeignetRundwegKeine durchgehende Beschilderung !Einkehrmöglichkeit in Hirschbach

Wir starten beim Prettereckteich und wandern Richtung Hirschbach. Von den zehn damaligen Teichen im Gebiet der Marktgemeinde Hirschbach sind heute noch sechs in Verwendung.

Der Prettereckteich liegt am südlichen Ortsrand von Hirschbach und hat reines Wasser, da der Zufluss vom gegenüberliegenden Kirchenwald kommt. Laut Teichregister wird der Prettereckteich um 1750 als Abwachsteich (mit einer Teichfläche von 20 Quadratmetern pro Fisch) alle drei Jahre abgefischt. Bis nach dem 2. Weltkrieg liefert dieser Teich auch das Eis für die Eiskeller der Hirschbacher Fleischhauer. Das etwa 15-20 cm dicke Eis wurde mit Sägen zerschnitten und auf Schlitten in die Eiskeller transportiert. Lange Zeit ist dieser Teich beliebtes Badeziel. Seit 1996 wird er nun von Sport- und Hobbyfischern genutzt.

Kurz darauf sind wir beim wesentlich kleineren Kellerteich, der vom Prettereckteich gespeist und ebenfalls zur Fischzucht verwendet wird. Hier biegen wir links ab und wandern über den Teichdamm Richtung Straße.

Prettereckteich
Prettereckteich
Kellerteich
Kellerteich
Kellerteich
Kellerteich


An der Straße geht es links entlang der Zellerwegsiedlung bis zum nächsten Güterweg, wo wir rechts abbiegen und sozusagen hinter Kirchbach vorbeiwandern. An der Straße nach Stölzles geht es nach links und gleich darauf wieder links zum Fuchsteich.

Zellerwegsiedlung
Zellerwegsiedlung
Hinter Kirchbach
Hinter Kirchbach
Richtung Fuchsteiche
Richtung Fuchsteiche


Der Große Fuchsteich liegt ca. 600 m westlich von Hirschbach in der Granitzone und wird aus dem Überlauf des Haspelteiches mit Wasser versorgt. Noch vor wenigen Jahrzehnten ragten schöne Granitblöcke aus dem Wasser, die leider nach und nach gesprengt wurden. Wie aus den Eintragungen im Herbersteinschen Teichregister hervorgeht, wurde der Große Fuchsteich als Abwachsteich mit dreijährigem Umtrieb geführt.

Großer Fuchsteich
Großer Fuchsteich
Großer Fuchsteich
Großer Fuchsteich
Beim Große Fuchsteich
Beim Große Fuchsteich


Nach dem Teichdamm geht es nach rechts am Kleinen Fuchsteich vorbei nach Stölzles.

Fuchsteich der Kleinere, wie er damals genannt wird, liegt unterhalb des Großen Fuchsteiches, von dem er den Zufluss erhält. Dieser war der Winterteich für die Herrschaft Hirschbach. Er dürfte sich dafür sehr gut geeignet haben, denn größere Verluste sind lediglich für den Winter 1753/54 verzeichnet. Der Kleine Fuchsteich wurde jedes Jahr im Frühjahr abgefischt und im Herbst besetzt. Bei dem großen Unwetter am 4. Juni 1797 kommt es zu einem Dammbruch und zum Auslaufen des Teiches. Der Schaden wird damals nicht mehr behoben, und die Fläche an die Pfarre Hirschbach abgegeben. Die Teichfläche wird zum größeren Teil Wiese, der übrige Teil aufgeforstet. Erst 1972, nachdem die Pfarre Hirschbach den Grund verkauft hatte, wird der Kleine Fuchsteich neu ausgebaggert, und die Dammlücke durch eine Staumauer mit Mönch (Auslauf- und Überlaufbauwerk) geschlossen.

Wegkreuz
Wegkreuz
Kleiner Fuchsteich
Kleiner Fuchsteich
Stölzles
Stölzles


Es geht durch den Ort Stölzles, wo wir bei der Kapelle aus dem Jahre 1892/93 rechts Richtung Langschwarza abzweigen. Vor der Bahntrasse der Franz-Josefs-Bahn zweigen wir rechts ab und wandern neben den Schienen bis zur Haltestelle Hirschbach. Rechts vom Weg liegt der Stölzlesteich. Mit der Eröffnung der bis heute in Betrieb befindlichen Haltestelle wird Hirschbach im Jahre 1898 an die Franz-Josefs-Bahn angebunden.

Am Wegesrand
Am Wegesrand
Stölzles
Stölzles
Stölzles
Stölzles


Der Stölzlesteich, der am östlichen Ortsrand von Stölzles beginnt und durch den Abfluss des kleinen Fuchsteiches und früher auch durch den aufgelassenen Steinteich gespeist wird, ist ein typischer Abwachsteich. Im Teichregister ist der erste Besatz am 12.10.1742 erwähnt. Der Teich wird aufgelassen und als Wiese genutzt. Die eingeteilten Parzellen werden zu jedem Schnitt an die Bestbieter (Kleinlandwirte) versteigert. Nach dem 2. Weltkrieg wird dieser Teich von der Herrschaft Kirchberg wieder gespannt.

Richtung Eisenbahn
Richtung Eisenbahn
Am Bahndamm
Am Bahndamm
Stölzlesteich
Stölzlesteich


Bei der Eisenbahnhaltestelle geht es rechts bis zur Ortstafel von Hirschbach, wo wir schon wieder links abbiegen. Es geht nun Richtung Rottenbach. Der Wegverlauf ist hier schwierig zu beschreiben. Bei der ersten Weggabelung geht es halb rechts. Kurz darauf geht es neunzig Grad nach rechts und gleich wieder nach links. Auf Höhe von Rottenbach zweigen wir ein weiteres Mal nach rechts ab. Links vor der Ortschaft liegt der Kleine Rottenbachteich im Wald versteckt.

Am Bahndamm
Am Bahndamm
Haltestelle
Haltestelle
Hirschbach
Hirschbach


Den Kleinen Rottenbachteich gibt es seit einiger Zeit wieder als Privatteich. Auch damals liegt er nördlich der Ortsstraße in Rottenbach. Dieser Teich wurde unterschiedlich genutzt. Einerseits als Winterteich im Herbst besetzt, andererseits diente er den Sommer über als Streckteich. Daraus erklärt sich, dass dieser Teich in manchen Jahren zweimal abgefischt wurde, nämlich im Frühjahr und im Herbst. Dies setzt eine reichliche Wasserzufuhr voraus. Die letzte Eintragung über diesen Teich ist die Besetzung am 3.9.1760 mit Fischen aus dem Kleinen Fuchsteich und dem ehemaligen Steinteich. Im Jahre 1966 wird der Kleine Rottenbachteich wieder angelegt. Seine Größe beträgt derzeit 0,49 ha. Seit 1970 befindet er sich nun in Besitz der Familie Kaufmann von der er gepflegt und in Stand gehalten wird. Das Gerinne, welches diesen Teich heute mit Wasser versorgt, kommt aus der „Gmoos Wies“, eine mit Erlen versetzte Wiese im Wald.

Bei Hirschbach
Bei Hirschbach
Bei Hirschbach
Bei Hirschbach
Kleiner Rottenbachteich
Kleiner Rottenbachteich


In Rottenbach biegen wir bei der Straße rechts und gleich darauf am Ortsende links ab. Wir folgen dem Weg bis zum Waldrand, wo wir rechts weiterwandern. Immer entlang des Waldrandes kommen wir zurück zum Ausgangspunkt dem Prettereckteich.

Rottenbach
Rottenbach
Am Waldrand
Am Waldrand
Richtung Hirschbach
Richtung Hirschbach


Dieser Wanderweg wird bereits im Jahre 2001 angelegt. Von den damals angebrachten blau-gelben Markierungspfeilen gibt es leider keinen Einzigen mehr!


GPS TOUR.INFO bergfex.at

ZCrux – Kleindenkmäler rund um Zwettl im Waldviertel 
Folgende Kleindenkmäler befinden sich auf der Wanderroute.

2 Comments

  1. Wir haben am Samstag eine Fahrt mit Gehstrecken von Münichreith über Altmelon bis zum Tannermoor gemacht – dort wird es bald ganz lohnend, wenn neben dem orangerot verfärbten Pfeifengraswiesen auch die Birken bunt werden. Der Spirkenwald ist übrigens selten eindrucksvoll, gerade dass die Fichtenbacher Au in Altmelon heranreicht.
    Schönen Herbst noch! BB

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