Die Pfarrkirche in Wurmbrand

Kirche Wurmbrand

Der Ort Wrinbrant wurde urkundlich 1162 erstmals genannt. Im Jahre 1293 wurde daraus Wurmprant. Das Ortsbild zeigt ein typisches Waldviertler Zweizeilen-Angerdorf an dessen westlichen Ende die Pfarrkirche steht.

Noch bevor es die heutige Pfarrkirche in Wurmbrand gab stand an der Bergkante ober der Hausmühle, etwa ein Kilometer östlich des Dorfes, eine Pankrazkapelle. Diese wurde angeblich von einem Müller schon lange vor 1500 erbaut (erwähnt in einem Urbar zwischen 1425 und 1500). Die Kapelle besaß päpstliche Ablassbriefe, wurde aber 1785 aufgelassen und in ein Wohnhaus umgewandelt. Die Apsis dieser Kapelle kann man noch heute erkennen.

Wegen des weiten Weges nach Oberkirchen stellten die Wurmbrander Gemeindeväter an den Abt des Stiftes Zwettl, Melchior von Zaunagg, am 13. August 1735 das Ansuchen, um eine bestehende Martersäule nach beiliegendem Plan eine kleine Kapelle erbauen zu dürfen. Sie wurde im Jahre 1737 fertiggestellt.

Am 1. Jänner 1783 wurde per kaiserlichem Dekret an den Abt von Zwettl, Rainer II. Sigl, die Errichtung der Pfarre Wurmbrand dringend angeraten. Die neue Pfarre wurde dem Stift Zwettl inkorporiert. In den ersten Jahren feierte man in der alten Pankraz-Kirche außerhalb des Ortes die Gottesdienste. Inzwischen wurde der Bau der Kirche, des Pfarrhofes und der Schule begonnen. Die bestehende Kapelle wurde zu einer josephinischen Saalkirche erweitert. Auf das Dach setzte man einen hölzernen Dachreiter mit Zwiebelturm. Am ersten Adventsonntag des Jahres 1785 weihte man die Kirche zum Heiligen Pankratius. Gleichzeitig wurde die alte Pankrazkapelle außerhalb von Wurmbrand entweiht und aufgelassen.

Schon in der ersten Kirchenrechnung 1784 ist eine Orgel in der Filialkirche St.Pankraz erwähnt.

Am 4. Juli 1878 erfolgte der Spatenstich für den dreigeschoßigen Westturm mit Giebelspitzhelm, der schließlich am 28. August 1879 mit dem Aufsetzen des Turmkreuzes fertig gestellt wurde. Heute hängen im Turm vier Glocken (Mathias Glaser 1686 – 3 x 1948).


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