Der Kuenringer Hadmar II. verlegte aus strategischen Gründen den Schwerpunkt des Gebietes von Altweitra in die in der Zeit von 1201 bis 1208 neu gegründete Burgstadt Weitra. Am höchsten Punkt des gegen Norden stufenförmig abfallenden Granitplateaus erbaute er die Burg. Die mittlere und breiteste Zone war für den großen Dreiecksplatz bestimmt.
Am steil zur Lainsitz abfallenden Nordende errichtete man eine Kirche. Sie ist ein Beispiel eines kontinuierlich gewachsenen Sakralbaues. Den ältesten Teil der ursprünglich romanischen Ostturmkirche bilden das Langhaus und der im Grundriss quadratische Ostturm, dem eine halbkreisförmige Apsis vorgelagert war.
Die Pfarre Weitra wurde vor 1182 von den Kuenringern gegründet. Mit dem Neubau der Kirche in Weitra übertrug man das Pfarrecht mit dem Patrozinium der Heiligen Peter und Paul von Altweitra hierher.



