Stift Zwettl – in einem Traume in der Neujahrsnacht

Steinsäule
Steinsäule
Stift Zwettl
Stift Zwettl
Stift Zwettl
Stift Zwettl



Fotos aufgenommen am 1.Jänner 2009
Abseits der Tour

Nachdem 1136 in Heiligenkreuz im Wienerwald durch Marktgraf Leopold das erste österreichische Zisterzienserkloster gegründet worden war, stiftete schon 1138 der Kuenringer Hadmar I. das Kloster Zwettl. Die Gründungslegende erzählt, Hadmar I. und Pater Hermann (später der erste Abt des Stiftes) hätten in einem Traume in der Neujahrsnacht von der Muttergottes den Auftrag erhalten, sogleich nach einer grünenden Eiche zu suchen, um dort das Kloster anzulegen. Die grünende Eiche kann man heute im Hauptaltar sehen.

Einturmfassade
Einturmfassade

Die überaus schlanke, 77 m hoch gestreckte Einturmfassade der Stiftskirche Zwettl, ist mit schwerem Granit (Rastenberger Granodiorit) verkleidet und wurde von Matthias Steinl geplant und in den Jahren 1722-1727 von Josef Munggenast erbaut.


 
Der Turm ist sinnbildlich in drei Ebenen geteilt:

Die oberste Ebene wird immer schlanker und strebt dem Himmel zu und wird vom Auferstandenen gekrönt.
Himmelsebene
Himmelsebene


Die Übergangsebene ist gekennzeichnet mit dem Übergang von der Erde in den Himmel und wird links durch den Erzengel Michael mit dem besiegten Luzifer und rechts mit dem Hl.Raphael und einer Schutzengelgruppe dargestellt. Beide größeren Figuren sind ca. 5m groß.

Erzengel Michael
Erzengel Michael
Übergangsebene
Übergangsebene
Hl. Bernhard
Hl. Bernhard


Unten die weltliche Ebene der irdischen Menschen mit den Gründern des Klosters. Stark konkav-konvex-gewölbte Fassade mit Mittelportal, darüber beidseitig große Figuren der Gründer Hadmar I. (links) und wahrscheinlich Heinrich IV. von Kuenring (rechts) in 1,5-facher Lebensgröße, in der Mitte der Ordensgründer Hl. Bernhard von Clairvaux mit zwei assistierenden Putti mit Attributen (Ordensstab).

Gründer Hadmar I.
Gründer Hadmar I.
weltliche Ebene
weltliche Ebene
Heinrich IV.
Heinrich IV.


Putti ist die Mehrzahl von Putto (italienisch) und heißt „kleiner Knabe“, in der Bildenden Kunst kleine, meist nackte Knabenfigur mit oder ohne Flügel.


Unsere Führung
Unsere Führung
Wendeltreppe
Wendeltreppe
Orgel
Orgel


Nachdem man die Kirche betritt sieht man links eine unscheinbare Holztüre und dahinter eine Wendeltreppe aus Stein. Nach einigen Windungen kommt man zum Ausstieg auf den Chor, mit Blick auf eine der zwei Orgeln.

Stiegen
Stiegen
Turmfenster
Turmfenster
1.Etage
1.Etage


Glockenstricke
Glockenstricke
Blick hinaus
Blick hinaus
Alte Turmuhr
Alte Turmuhr


Unmittelbar danach eröffnet sich ein Raum, in dem alle Stricke der Glocken enden. Von hier aus kann man die drei großen Glocken per Hand läuten. Mitten in diesem Turmraum steht ein eigener Wendeltreppenturm, wo man nun höher kommt. Dazwischen gibt es wieder einige Ausstiege zu kleineren Nebenräumen. Einer davon beherbergt die alte Turmuhr, die aber schon durch eine neue elektrische ersetzt wurde.

Glocke 2
Glocke 2
Glocke 1
Glocke 1
Glocke 1
Glocke 1


Die Webcam
Die Webcam
Orangerien
Orangerien
Abteihof
Abteihof


Schließlich gelangt man in die Glockenstube. Von hier hat man auch eine gute Aussicht auf das Stiftsgelände. Auch die Webcam vom Stift Zwettl ist hier platziert. Über den drei alten großen Glocken, wurden nachträglich kleinere angebracht, die nur mehr elektrisch geläutet werden können. Von hier aus könnte man nun weiter zur Turmuhr. Dieser Weg war aber derzeit aus Sicherheitsgründen gesperrt.

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