Per Schiff durch die Wachau

Anlegestelle Krems
Anlegestelle Krems
Stein bei Krems
Stein bei Krems

Die südliche Grenze des Waldviertels bildet die Donau mit ihrer eigenen Landschaftsvielfalt. Den Landstrich am Flusslauf zwischen Krems und Melk nennt man WACHAU. Des Wanderns müde, gehen wir heute an Bord der MS Austria, einem Schiff der Brandner Schifffahrt und reisen dieses Mal bequem zu Wasser durch die Wachau.



Fotos aufgenommen am 01.07.2013
Abseits der TourEinkehrmöglichkeit an Bord
An Bord der MS Austria
An Bord der MS Austria
An Bord der MS Austria
An Bord der MS Austria

Wir legen in Krems ab und fahren flussaufwärts bei Stein an der Donau vorbei. Zu sehen ist die mächtige Frauenbergkirche Mariae Himmelfahrt, eine ehemalige Kirche und seit Mitte der 1960er Jahre eine Gedenkstätte der Gefallenen beider Weltkriege. Sie wird im 14.Jahrhundert auf einer Felsterrasse oberhalb der Pfarrkirche St.Nikolaus errichtet und ist mit dieser durch die steile Frauenbergstiege verbunden. Der Turm, im Volksmund als Alter Michl bezeichnet, prägt das Ortsbild von Stein.


Donaubrücke Stein-Mautern
Donaubrücke Stein-Mautern
Hundsheim
Hundsheim

Gleich darauf passieren wir die Donaubrücke Stein-Mautern, eine 1895 errichtete Stahlfachwerksbrücke, die im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wird. Sie ist lange Zeit eine der ersten und wichtigsten leistungsfähigen Donauübergänge zwischen Linz und Wien.
An der rechten Donauseite folgt Hundsheim, mit seiner aus Anfang des 14.Jahrhunderts stammenden Wallfahrtskirche St.Johannes.


Stift Göttweig
Stift Göttweig
Unterloiben
Unterloiben

Im Hintergrund thront auf 422 m Seehöhe Stift Göttweig im Morgendunst. Die Gemeinschaft der Benediktiner im Stift Göttweig zählt derzeit 48 Mitglieder. Während das Stift langsam im Hintergrund verschwindet, sehen wir auf der linken Uferseite die Kirche von Unterloiben. Schon im Jahre 1002 wird Loiben in einer Urkunde erwähnt, als Kaiser Heinrich II. („Der Heilige“) dem Kloster Tegernsee zwei Huben bei Liupna (Loiben) schenkt, das zwischen Watstein und Holinstein in der Mark des Babenbergers Heinrich I. liegt.


Dürnstein
Dürnstein
Dürnstein
Dürnstein

Gleich um die Ecke, die Donau macht hier eine neunzig Grad Kurve, liegt Dürnstein, eine alte Kuenringerstadt wie Zwettl (Oktober 1139) oder Weitra (1201) im Waldviertel. Mit der Großen Landschenkung vom 20. November 860 durch König Ludwig des Deutschen an das Erzstift Salzburg im Donautal wird der Ort Loiben erstmals erwähnt. Mitte des 12.Jahrhunderts wird die Burg Dürnstein von den Kuenringern errichtet. Der Name Dürnstein taucht erstmals 1192 auf. Bekannt ist die Burg Dürnstein durch den englischen König Richard Löwenherz geworden, der vom dritten Kreuzzug heimkehrte und von Dezember 1192 bis März 1193 auf Initiative von Herzog Leopold V. unter Hadmar II. in Dürnstein oder einer Nebenburg gefangen gehalten und dann an den deutschen Kaiser Heinrich VI. ausgeliefert wurde.


Personen- und Radfähre
Personen- und Radfähre
Rossatz
Rossatz

Zwischen Dürnstein und Rossatz auf der anderen Uferseite gibt es eine Personen- und Radfähre. Der Ort Rossatz und der Nachbarort Rührsdorf sind hinter den Aubäumen gut versteckt. Lediglich der Kirchturm der Pfarrkirche Heiliger Jakob der Ältere in Rossatz ist zu sehen.


Donauschubverband
Donauschubverband
Dürnstein
Dürnstein

Während ein Donauschubverband bei uns vorbeizieht, nehmen wir Kurs Richtung Weißenkirchen. Die Donau macht hier wieder einen neunzig Grad Bogen.


Kuenringer Denkmal
Kuenringer Denkmal
Weingärten
Weingärten

Das Kuenringer Denkmal mit Ritter Hadmar hoch zu Ross unterhalb des Watsteines weist auf die Ur-Wachau seit dem 14.Jahrhundert hin. Damals wird dieses Gebiet als „Tal Wachau“ bezeichnet und reichte vom Watstein bis zum Mießlingbach bei Spitz.


Weißenkirchen
Weißenkirchen
St.Lorenz im Herbst
St.Lorenz im Herbst

Kurz darauf erreichen wir Weißenkirchen mit der mächtigen gotischen Wehrkirche aus dem 14. Jahrhundert, die auch namensgebend ist und deren stattlicher Turm 1531 zum Schutz gegen die Türken erbaut wird. Eine Rollfähre verbindet Weißenkirchen mit dem gegenüberliegenden St.Lorenz. Hier ein Herbstfoto von einer unserer Wanderungen über die Filialkirche Heiliger Lorenz hinüber nach Weißenkirchen.


Wösendorf
Wösendorf
St.Michael
St.Michael

Vorbei an Wösendorf und dem gegenüberliegenden Oberkienstock, wo eine der Donaupegelmessstationen aufgebaut ist, erreichen wir St.Michael. Der kleine verträumte Weiler mit nur 13 Häusern hat kaum drei Dutzend Bewohner, ist aber von größter geschichtlicher Bedeutung. Ab 987 ist St.Michael die einzige Pfarre weit und breit. Die gleichnamige Wehrkirche stammt aus der Zeit um 1500.


Spitz
Spitz
Ruine Hinterhaus
Ruine Hinterhaus

Spitz als weiterer bedeutender Weinbauort zieht an uns vorüber. Dahinter liegt der Tausendeimerberg. Den Namen hat er davon bekommen, da von seinen Hängen in guten Jahren bis zu 1.000 „Eimer“ Wein geerntet wurden (ein „Eimer“ entsprach 56 Liter). Gleich anschließend liegt die Ruine Hinterhaus, eine nahezu tausend Jahre alte Wehranlage auf einem Ausläufer des Jauerling. Sie wurde erstmals 1243 erwähnt.


Willendorf
Willendorf
Venus von Willendorf
Venus von Willendorf

Willendorf ist durch den Fund der Venus von Willendorf bekannt geworden. Die Skulptur besteht aus Kalkstein und ist elf Zentimeter hoch. Sie stellt eine nackte, symmetrische Frauenfigur dar, wobei der Kopf zur rechten Brust geneigt ist, ein Gesicht fehlt. Nachdem sie an einem herrlichen Augustmorgen des Jahres 1908 nach vieltausendjährigem Schlaf die sonnenhelle Wachau wiedersah, ist sie nun im Naturhistorischen Museum Wien zu sehen.


Auf der Brücke
Auf der Brücke
Burg Aggstein
Burg Aggstein

Bei Groisbach statten wir Kapitän Herbert Reisinger einen Besuch ab, der die MS Austria, einem Schiff der Extraklasse, mit ruhiger Hand durch den Donaustrom steuert. Kommen wir doch nun bei der Burg Aggstein vorbei, wo schon Hadmar III. von Kuenring mittels einer eisernen Kette, die über die Donau gespannt wurde, flussabwärts fahrende Schiffe gekapert hat. Wir fahren Gott sei Dank flussaufwärts. Weithin bekannt ist auch das Rosengärtlein, ein Felsvorsprung als Terrasse zum Verließ.


Aggsbach Markt
Aggsbach Markt
Schloss Schönbühel
Schloss Schönbühel

Vorbei an Aggsbach Markt auf der linken und Aggsbach Dorf auf der rechten Donauseite kommen wir nach Schönbühel mit dem Schloss Schönbühel und den beiden vorgelagerten Felsen in der Donau, die den Namen „Kuh und Kalb“ tragen.


Brücke Emmersdorf-Melk
Brücke Emmersdorf-Melk
Emmersdorf
Emmersdorf

Wir passieren nun die Brücke Emmersdorf-Melk und sind fast am Ziel. Die historische Pfarrkirche, die dem Heiligen Nikolaus, dem Patron der Schiffer, geweiht ist und das mächtige, achtbögige Eisenbahnviadukt aus dem Jahre 1908 prägen das Ortsbild von Emmersdorf.


Stift Melk
Stift Melk
Teil der Mannschaft
Teil der Mannschaft

Die MS Austria fährt nun in einen Seitenarm der Donau bei Melk ein. Die Stadt Melk wird bereits im Jahre 831 erstmals urkundlich als Medilica erwähnt. Auch im Nibelungenlied wird der Ort mit dem mittelhochdeutschen Namen Medelike erwähnt. Geprägt und bekannt ist Melk durch sein Benediktinerkloster Stift Melk. Der heutige (Barock-)Bau wurde in den Jahren 1702–1746 von Jakob Prandtauer errichtet.


Das Kellnerteam
Das Kellnerteam
Genuss.am.Fluss
Genuss.am.Fluss


Das Beiboot
Das Beiboot
Krems in Sicht
Krems in Sicht

Bevor wir nun zurück nach Krems reisen, wollen wir uns bei der gesamten Mannschaft für den angenehmen Aufenthalt an Bord bedanken.

One Comment

  1. Familie Gäntgen

    Liebe Familie Berger,
    wir haben Ihren Artikel über die Donau Kreuzfahrt mit Begeisterung gelesen, es ist schön über eine Tour zu lesen an der wir selber teilgenommen haben.
    Ganz zu schweigen von den vielen Bildern die Sie eingestellt haben.
    Weiter so !!!

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