Naturdenkmal Lohnbachfall (48.47822, 15.02443) bis (48.48057, 15.03043)

Lohnbachfall

18.03.1930 zum Naturdenkmal erklärt.

ND-ZT-020

Der Lohhbachfall, eine Schluchtstrecke mit starker Niveaudifferenz im Verlauf des Lohnbaches, gliedert sich in mehrere ineinander übergehende, aber doch sehr unterschiedliche Abschnitte. Der eigentliche Lohnbachfall, ein kleiner offener Wasserfall, liegt dabei etwa im Mittelbereich der interessanten Strecke.

Die Steinerne Stube ist als eigenes Naturdenkmal Teil des Naturdenkmals Lohnbachfall.


Unterhalb davon setzt sich der Wasserfall mit mehreren weiteren Kaskaden und weit aufgespaltenem Bachbett weiter fort und mündet schließlich, etwa im Bereich der Grenze zwischen den Katastralgemeinden Lohn und Pehendorf, in eine noch lebhaft fließende, doch ruhigere Bachstrecke, die schließlich in eine Wiesenstrecke mit Mäandern ausläuft. Am Beginn dieser Wiesenstrecke ist die Grenze des eigentlichen Naturdenkmales Lohnbachfall bachabwärts, also im Osten.

Lohnbachfall
Lohnbachfall
Lohnbachfall

Besonders sehenswert ist der Lohnbachfall zur Zeit der Schneeschmelze oder nach starkem Regen. Dann nämlich, wenn das herabstürzende Wasser über die Granitfelsen fließt, zeigt der Bach seine volle Entfaltungskraft und der Wasserfall verwandelt sich in ein imposantes Naturschauspiel. Aber auch im Winter, wenn alles zu Eis gefroren ist, versprüht der Wasserfall einen besonderen Charme.

Lohnbachfall
Lohnbachfall
Lohnbachfall

Im Zuge des Feuerwehrfestes in Pehendorf fand am Sonntag dem 24. Juni 2018 auch die Eröffnung der neuen Aufstiegshilfen für den Lohnbachfall statt. Nach einer Planungsphase von fast zwei Jahren konnte nach nur sechs Tagen Bauzeit der neue Aufstieg durch die Firma Bauer in Schönbach errichtet werden. Die erste Aufstiegshilfe, die nun zur Gänze abgebaut ist, wurde vor mehr als fünf Jahrzehnten durch die Naturfreunde Niederösterreich errichtet.

Lohnbachfall
Lohnbachfall
Lohnbachfall

Oberhalb des offenen Teiles des kleinen Wasserfalles liegt eine durch uralte Felsstürze herbeigeführte Geröllstrecke, bei der Wasser sicherlich nur nach starken Niederschlagsereignissen oberflächlich fließt. Dass dies zutrifft, ist eindeutig feststellbar. Während in Normalzeiten der Wasserlauf zwar hörbar aber nicht zu sehen ist.

Lohnbachfall
Lohnbachfall
Lohnbachfall

Das obere Ende dieser Geröllstrecke fällt etwa mit dem Beginn eines flacheren Bachverlaufes zusammen. Oberhalb ist der Bach zwar noch lebhaft, insgesamt aber doch ruhiger in seinem Verlauf, jedoch durch zahlreiche Felsbildungen immer noch von besonderem Interesse. Da hier eine Abgrenzung in der Natur sehr schwer zu treffen ist, wird für das obere Ende des eigentlichen Naturdenkmales mit Vorteil jener Punkt festgesetzt, wo am Nordufer die Grenze zwischen den Katastralgemeinden Pehendorf und Pretrobruck verläuft. Hier führt auch – mit Ausnahme der etwa 90 m weiter westlich gelegenen eigentlichen Bachquerung – der alte Zellersteigt.

Lohnbachfall
Lohnbachfall
Lohnbachfall

Seitlich wird die Schluchtstrecke durch großteils sehr steile, felsige und zum Teil mit Bäumen bewachsenen Flanken oder Felswänden gebildet. Die Felswände weisen Höhen bis zu 25 m auf. Die Gesamtlänge der Schluchtstrecke beträgt etwa 200 m, die Breite variiert zwischen 8 bis 30 m. Im unteren, nördlichen Teil ist der Bachlauf in mehrere Arme aufgespalten, die teilweise ziemlich weit in den östlichen anschließenden Wald hineinreichen.

Lohnbachfall
Lohnbachfall
Lohnbachfall

Um das Naturdenkmal Lohnbachfall auch in der Breite abzugrenzen werden beidseitig zur Bachparzelle Streifen der anschließenden Waldgrundstücke mit in das Naturdenkmal einbezogen. Nördlich (KG Pehendorf) befindet sich ein Streifen von 15 m Breite im Minimum, an der Südseite (KG Lohn) ein Streifen in der Mindestbreite von 30 m. Diese begleitenden Streifen beziehen sich aber nur auf die eigentliche Schluchtstrecke.

Folgende Wanderwege führen durch den Lohnbachfall:
Teddybärentrail Lohnbachfall
Großer Bärentrail – Teil 3B
In den Tälern zwischen Lohn und Pehendorf
Lohnbachfall im Winter

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