Naturdenkmal Feuchtbiotop in Grünbach (48.51347, 15.05551)

Calla palustris

21.06.1990 zum Naturdenkmal erklärt.

ND-ZT-165

Standort der Calla palustris.


Abzweigend von der Bundesstraße etwa 500 m südwestlich von Grünbach bei Rappottenstein führt eine Straße westlich in Richtung Heumühle. Die Straße durchquert ein kleines Wäldchen und in Richtung Heumühle fahrend liegt an der Außenseite einer Rechtskurve eine kleine Senke, die auf Grund der abweichenden Vegetation bereits im Vorbeifahren auffällt. In dieser Mulde steht Wasser, das vom angrenzenden Waldhang abfließt und, nachdem es die Straße überquert hat, in einem Gerinne durch den Wald weiter seinen Weg nimmt.

Umgeben von Fichtenwald etablierten sich am Rand des sumpfigen Beckens feuchtigkeitsliebende Bäume und Sträucher, wie Erlen und Weiden. In der Senke wachsen vor allem Seggen und Binsen. Die Stellen mit stehendem Wasser weisen einen beachtenswerten Bestand der sogenannten Schlangen- oder Drachenwurzel (Calla palustris), dem Bitteren Schaumkraut (Cardamine amara) und der Sumpfdotterblume (Caltha palustris) auf.

Wegen der Seltenheit gehört die Schlangenwurzel auch zu den gänzlich geschützten Pflanzen in Niederösterreich. Sie wird ferner in den „Roten Listen der gefährdeten Pflanzen Österreichs“ als „stark gefährdet“ eingestuft. Zum Schutz der Pflanze gehört aber unabdingbar der Schutz ihres Biotops.

Die Drachenwurz (Calla palustris), auch Sumpf-Calla, Sumpfkalla, Schlangenwurz, Schlangenkraut, Sumpf-Schlangenwurz oder Schweinsohr genannt, ist die einzige Pflanzenart der Gattung Calla und der Unterfamilie Calloideae innerhalb der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die Sumpf-Calla wurde zur Blume des Jahres 1988 gewählt.



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