Kuenringerweg 611 – Teil 5A

>> Länge: 7,1 km | Höhe: 117 m | Dauer: 01:45 <<

Schloss Allentsteig
Schloss Allentsteig
Weghubergasse
Weghubergasse
Kuenringerweg 611Der fünfte Teil des Kuenringerweges 611 führt uns von Allentsteig nach Thaua und weiter nach Scheideldorf.

Diesen Teil des Weges erwandern wir Ende Februar bei mäßiger Schneelage bis 25 cm, um zu zeigen, dass die Waldviertler Landschaft auch zu dieser eher untypischen Wanderzeit ihre besonderen Reize ausstrahlt.



Fotos aufgenommen Februar 2013
Wandern im hügeligen GeländeNordic Walking geeignetDurchgehende Beschilderung !Einkehrmöglichkeit in Allentsteig und ThauaAuch mit dem Mountainbike befahrbar

Die Sonne versucht die Hochnebeldecke zu durchdringen, was ihr aber nur mäßig und kurzzeitig gelingt. Die Landschaft ist mit einer frischen staubzuckerähnlichen Schneeschicht eingehüllt. Wir starten in Allentsteig, biegen von der Hauptstraße westlich vom Schloss Allentsteig in die Weghubergasse ein und folgen dem Gehweg etwa 200 m bis zur Brücke, wo wir schon vorher rechts zum sogenannten „Eichenwald“ abbiegen.

Der Weg führt zuerst an der Schlossparkmauer vorbei und folgt dann dem Thauabach, der hier auch „Kleine Thaya“ genannt wird.

Schlossparkmauer
Schlossparkmauer
Der Thauabach
Der Thauabach
Im Tal des Thauabaches
Im Tal des Thauabaches
Das Gebiet um Allentsteig gehörte zum Stammbesitz der Kuenringer, dessen Besiedlung um die Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert erfolgte. Die Burg entstand bald nach 1100, die Siedlung Tigia wird erstmals wahrscheinlich 1132 anlässlich der Erhebung zur Pfarre St.Ulrich genannt. Der gleichzeitig erwähnte Adalold, dem Patronatsrechte übergeben werden, ist vermutlich der Begründer des Geschlechts der Kaja-Kamegg(-Allentsteig).

Burg und Kirche bildeten die nördliche Begrenzung der Anfang des 13. Jahrhunderts planmäßig angelegten Burgstadt, deren Umfassungsmauern mit der Burg-Kirchen-Anlage verbunden war. Unterhalb der Burg lag das „Untere Schloss“, der spätere herrschaftliche Meierhof. Allentsteig, um 1380 erstmals Stadt genannt, war eine typische Ackerbürgerstadt, die sich um 1800 zu einem bedeutenden Handelsplatz mit Beziehungen in weite Teile der Monarchie entwickelte. 1851 wurde sie Sitz des Bezirksgerichts.


Die Burg war bis in das 14. Jahrhundert im Besitz der Herren von Kaja-Kamegg, danach wechselten die Besitzer häufig. Ende des 15. Jahrhunderts kam sie an die Ritterfamilie Hager (1499) und wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einem Zentrum der Reformation. Sigmund Hager, 1502 bis 1517 Landmarschall, reiste persönlich zu Martin Luther nach Wittenberg. Auch die 1599 im Besitz nachfolgenden Herren von Sonderndorf nahmen unter den protestantischen Ständen eine führende Position ein. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Schloss von kaiserlichen Truppen besetzt und die Stadt mehrmals geplündert und abgebrannt.

Nach einer sehr wechselvollen Besitzgeschichte in den folgenden Jahrhunderten übernahm 1939 das Deutsche Reich die Güter zur Errichtung eines Truppenübungsplatzes. Nach 1945 von russischen Truppen besetzt, wurde das Schloss 1957 Sitz des Truppenübungsplatz-Kommandos und wird heute von der Bundesbaudirektion Wien verwaltet.

Im Tal des Thauabaches
Im Tal des Thauabaches
Mäandern des Thauabaches
Mäandern des Thauabaches
Am Ufer
Am Ufer

Die „Kleine Thaya“ schlängelt sich mit vielen Mäandern durch das Tal und bildet stellenweise große Sumpfwiesen.

Blick zurück
Blick zurück
Winterholz
Winterholz
Naturbelassenheit
Naturbelassenheit

An einem älteren Haus vorbei, gelangen wir etwas später auf einen asphaltierten Weg, wo wir links über die Brücke auf die Straße Allentsteig – Thaua gelangen. Wir biegen hier rechts ab, wandern an einem hölzernen Bildstock vorbei und gelangen nach Thaua, wo wir die Franz-Josefs-Bahn überqueren.

Auf der Brücke
Auf der Brücke
Richtung Thaua
Richtung Thaua
Bahnhof Allentsteig !
Bahnhof Allentsteig !

Wie es früher im Stellwerk ausgesehen hat, kann man auf diesem Blog sehen.


Kuenringerweg 611
Teil 5A

GPS TOUR.INFO bergfex.at

ZCrux – Kleindenkmäler rund um Zwettl im Waldviertel 
Folgende Kleindenkmäler befinden sich auf der Wanderroute.

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