Kamptal-Seenweg 620

>> Länge: 104 km | Höhe: 2317 m | Dauer: 02:30 <<

Rosenburg
Rosenburg
Nebelstein
Nebelstein

Kamptal-Seenweg 620Mariazellerweg 06Der Kamptal-Seenweg 620 ist ein Wanderweg mit einer Gesamtlänge von ungefähr 100 km und verläuft entlang des Kamps von Rosenburg bis Zwettl und folgt ab hier dem Zwettltal bis zum Nebelstein. Er ist gleichzeitig ein Teilabschnitt des Weitwanderweges 06, dem Pilgerweg nach Mariazell (Niederösterreichischer Mariazellerweg).



Fotos aufgenommen 2011 und 2012
Wandern im hügeligen GeländeNordic Walking geeignetDurchgehende Beschilderung !Einkehrmöglichkeit
Hinweistafel
Hinweistafel
Beim Umlaufberg
Beim Umlaufberg

Eine Arbeitsgemeinschaft der Sektion Horn des Österreichischen Alpenvereins legt den Wanderweg in den 1980er Jahren an und bringt gleichzeitig einen Wanderführer heraus. In den Jahren zuvor tut sich sehr viel im Kamptal zwischen Zwettl und Rosenburg. Viele alte Wanderwege verschwinden unter dem Wasser und müssen neu angelegt werden.


Kraftwerk Ottenstein
Kraftwerk Ottenstein

Nach ersten Plänen für die Errichtung von größeren Kraftwerken im Kamptal 1911 und 1922 werden diese Projekte 1946 im Zuge des Wiederaufbaues nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgegriffen. 1949-52 errichtet man das Ausgleichwerk Thurnberg-Wegscheid, bis 1953 entsteht das Speicherkraftwerk Dobra-Krumau und 1957 kann das größte Kraftwerk in Ottenstein eröffnet werden.

Der Bau dieser drei Kraftwerke teilweise direkt auf dem Gebiet des von sowjetischen Soldaten okkupierten Truppenübungsplatzes Döllersheim ist zweifellos politisch ebenso wie bautechnisch und infrastrukturell eine ungeheure Leistung und wird auch als Ausdruck des Lebenswillens Niederösterreichs gefeiert.

Obwohl die anfängliche Staumauerbegeisterung Ende der 1970er Jahren allmählich verfliegt, bedarf es 1980-83 einer engagierten Minderheit in der Bürgerinitiative „Rettet das Kamptal“ und der Unterstützung der „Kronenzeitung“, um die Errichtung zweier weiterer Kraftwerke der NEWAG in Steinegg und Rosenburg zu verhindern.

Im Wanderführer aus dem Jahre 1980 kann man noch den Hinweis der NEWAG (heute EVN) lesen, dass der Wanderweg zwischen Steinegg und Wegscheid während der Bauarbeiten erschwert begehbar sein wird.

So weit ist es aber dann nicht gekommen. Die im Kamptal einsetzende und dann beim Donaukraftwerk Hainburg triumphierende Ökologiebewegung erreicht schließlich sowohl bei Politikern als auch bei der Bevölkerungsmehrheit ein Umdenken, sodass heute über die Erhaltung der Flussstrecke zwischen Wegscheid und Rosenburg auch als touristisches Alternativangebot zu den Stauseen ein allgemeiner Konsens herrscht.


Hinweis Steinegg
Hinweis Steinegg
Bei Wegscheid
Bei Wegscheid
Thurnberger Stausee
Thurnberger Stausee


Wir haben für euch diesen Weg erwandert, der in Ost – West Richtung mitten durch das Waldviertel führt, dort wo es am schönsten und romantischsten ist. Der Kamptal-Seenweg ist ein einsamer Weg, wo man selten andere Wanderer trifft. Wir wollen euch deshalb einladen unseren Spuren zu folgen und den speziellen Reiz des Waldviertels kennen zu lernen.


Schloss Waldreichs
Schloss Waldreichs
Stausee Ottenstein
Stausee Ottenstein
Markierung
Markierung


Stift Zwettl
Stift Zwettl
Zwettl
Zwettl
Beim Schloss Rosenau
Beim Schloss Rosenau


Blick vom Johannesberg
Blick vom Johannesberg
Bei St.Martin
Bei St.Martin
Richtung Nebelstein
Richtung Nebelstein



Wir haben die Tour in acht Teilstrecken aufgeteilt:
Teil 1 (Rosenburg – Steinegg)
Teil 2 (Steinegg – Wegscheid)
Teil 3 (Wegscheid – Krumau)
Teil 4 (Krumau – Ottenstein)
Teil 5 (Ottenstein – Zwettl)
Teil 6 (Zwettl – Groß Schönau)
Teil 7 (Groß Schönau – St.Martin)
Teil 8 (St.Martin – Nebelstein)

Dazu gibt es den Wanderführer: „Kamptal-Seenweg-Führer 620“
Herausgeber: Österreichischer Alpenverein, Sektion Horn

2 Comments

  1. peter

    Hallo!
    Gratulation zu diese tollen Wegbeschreibung! Zum Teil 4B scheint es eine Änderung im Wegverlauf zu geben. Ich bin die neue Strecke zw. Schloß Waldreichs und dem Seecamping Dobra – Reichhalms abgegangen. Leider ist die Abzweigung nach dem Mühlhörndl hinunter zur Querung des Schloteinbaches nicht markiert.In Folge trifft man aber immer wieder auf idyllische Rastplätze mit Markierung. Ich habe dazu ein Foto der Wanderkarte beim Schloß gemacht. Dieses könnte ich zur Wegbeschreibung beitragen.
    lg. peter

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