>> Länge: 5,2 km | Höhe: 85 m | Dauer: 01:30 <<
Fernab aller touristischen Pfade und öffentlichen Wanderwege, und von der Liste der Naturdenkmäler unentdeckt, schlummert am Fuße der Glücksmauer das imposante Glückstor. Um dorthin zu kommen sind wir heute in Saggraben, einer Streusiedlung im Tal des Prinzenbaches. Die Häuser gruppieren sich in einer großen Waldlichtung nordöstlich von Bärnkopf. Rundherum breitet sich der Weinsberger Wald aus.
Der als Holzfällersiedlung angelegte Ort wird schon 1770 als Sackbergen aufgeführt. Kurz darauf kommt mit der Fürnbergischen Glashütte Saggraben ein weiterer Industriezweig dazu. Im Franziszeischen Kataster aus dem Jahr 1823 nennt sich der Ort bereits Saggraben. Ab der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts änderte sich die Waldnutzung radikal. Ab diesem Zeitpunkt wird die Stadt Wien mit Brennholz versorgt. Dies bedeutete das Ende der meisten Glashütten.
Gleich unterhalb der kleinen Kapelle, die dringend eine Renovierung benötigt, starten wir unsere Tour. Wir folgen dem Prinzenbach auf einem auffälligen Weg, der über einen künstlichen Damm führt.
Wir wandern auf der ehemaligen Trasse einer Waldbahn, mit deren Bau im Jahre 1920 begonnen wurde. Die 31 km lange permanente Waldbahn mit 760 mm Spurweite führte vom Sägewerk Gutenbrunn bis zur Ausweiche Berglucke. Von hier ging es über die Wurzerhütte, Saggraben und Dürnberg Richtung Bärnkopf, dann Richtung Annabild und wieder zurück zur Berglucke.
Kurz nach dem Waldbeginn verlassen wir das Tal und zweigen links ab. Es geht nun ständig leicht bergauf. Wir überqueren einen flachen Pass geradeaus weiter und treffen kurz darauf auf den Mauerbach, dem wir rechts folgen.
Gleich danach wechselt der Bach die Wegseite und wir verlassen den breiten sandigen Forstweg. Es geht rechts in den Wald.
Wir steigen weiter nach oben. Auf der höchsten Erhebung steht die aus zahlreichen Felsstücken gebildete Glücksmauer. Mit einer Höhe von 874 m zählt dieser gut behütete Berg inmitten des Weinsberger Waldes zwar nicht zu den höchsten, doch sicherlich zu den schönsten, was die Natur erschaffen kann.
Es geht am gleichen Weg zurück.


























