Fürstbrücke im Zwettltal komplett erneuert

Neue Fürstbrücke
Neue Fürstbrücke
Neue Fürstbrücke
Neue Fürstbrücke
Neue Fürstbrücke
Neue Fürstbrücke

Die im Zwettltal gelegene Fürstbrücke und der Steg über den Mühlbach bei der Talbergstiege sind zwei wichtige Übergänge für Wanderungen in das viel besuchte Zwettltal.



Fotos aufgenommen 2011 und 2013
Abseits der Tour


Die Fürstbrücke, lange Zeit im Privatbesitz, hat eine vielfältige Geschichte vorzuweisen. Sie ist bis zum jetzigen Neubau immer als Holzbrücke ausgeführt, und trotzte Wind und Wetter so gut es ging. Sie wird mehrmals gesperrt, gestützt und provisorisch nur für Fußgänger freigegeben. In manchen Jahren werden ihr Eisstöße und das Hochwasser zum Verhängnis. Für Wanderer heißt das immer wieder Ende der Sackgasse.

Am 1. Juli 2008 beschließt die Zwettler Gemeinde die Überlassung der „Fürstbrücke“ von Familie Wagner in das Eigentum und in die Erhaltung der Gemeinde, sowie die schenkungsweise Überlassung der anschließenden Wegtrasse samt Übernahme in das öffentliche Gut der Gemeinde (Zl. 612-3, 612-5). Die Wegtrasse wird nach Vorliegen des Vermessungsplanes als Naturweg unter Beibehaltung der bisherigen Nutzungsarten (Wander-, Lauf-, Rad-, Nordic-Walking- und Wirtschaftsweg) in das öffentliche Gut übernommen und mit Verordnung gemäß § 6 Abs. 1 des NÖ Straßengesetzes zur Gemeindestraße erklärt.


Eisstoß
Eisstoß
Eisstoß
Eisstoß
Alte Fürstbrücke
Alte Fürstbrücke


Alte Fürstbrücke
Alte Fürstbrücke

Am 18. Juli 2011 wird die Brücke wieder einmal vorübergehend gesperrt und mit Hilfe der Feuerwehr Zwettl notdürftig renoviert.


2012 wird bei der Brücke erneut ein umfassender Sanierungsbedarf festgestellt und nach Begutachtung durch einen Statiker fassen die Verantwortlichen der Stadtgemeinde Zwettl den Entschluss, an Stelle der alten Konstruktion eine völlig neue, dauerhaftere Brücke zu errichten.
Alte Fürstbrücke
Alte Fürstbrücke
Alte Fürstbrücke
Alte Fürstbrücke


Neue Fürstbrücke
Neue Fürstbrücke
Neue Fürstbrücke
Neue Fürstbrücke

Die neue Brücke ist eine gelungene Symbiose von Stahl und Holz. Zwei alte Stahlträger, von der Brückenmeisterei Zwettl zur Verfügung gestellt, bilden die solide Grundlage. Mit Hilfe eines Tiefladers werden die beiden jeweils 18 Meter langen Längsträger am 11. September 2013 von Korneuburg nach Zwettl transportiert und mit einem Spezialkran in die passende Position gebracht.


Neue Fürstbrücke
Neue Fürstbrücke

Mitarbeiter des Bauhofes Zwettl übernehmen die weiteren Arbeiten, wie das Streichen der Stahlträger. Auch die spätere Herstellung des ca. 3 Meter breiten, aus Lärchenholz angefertigten Brückenbelages und des Geländers erfolgt in Eigenregie durch den Bauhof. Abschließend werden die Rampen-Anbindungen mit Hilfe eines Baggers an das neue Höhenniveau der Brücke angepasst. Nach Abschluss sämtlicher Bautätigkeiten werden die Zufahrtswege wieder instandgesetzt und neu befestigt.


Nicht nur die Vertreter der Brückenmeisterei und der Stadtgemeinde Zwettl zeigen sich bei einem im November durchgeführten Lokalaugenschein sowohl über diese sinnvolle Art der „Wiederverwertung“ als auch über die gelungene Ausführung der Brücke erfreut, sondern auch wir die Wanderer.

One Comment

  1. Karl Wasinger

    Eine wirklich gelungene Konstruktion, bei dem „Alteisen“ anstatt verschrottet einer sinnvollen Nutzung zugeführt wurde. Die Holzkonstruktion harmoniert außerordentlich gut mit dem genieteten Stahlträger.

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