Die Pfarrkirche von Schweiggers

Schweiggers
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Am Westende des geräumigen Marktplatzes steht auf dem Steilhang über der Thaya, umgeben vom Friedhof, der stattliche Kirchenbau mit besonders deutlicher stilistischer Ausprägung der aus verschiedenen Epochen stammenden Bauteile.


Fotos aufgenommen 2010
Abseits der Tour


Der ursprüngliche Bau geht auf Albero von Kuenring zurück und ist vor 1157 wahrscheinlich als einschiffige, flachgedeckte Wehrkirche mit romanischem Langschiff, dem wuchtigen Ostturm und dem Presbyterium mit anschließender Apsis erbaut worden. Ähnliche Kirchenanlagen findet man im gesamten ehemaligen Herrschaftsgebiet der Kuenringer. Die Kirche erfuhr im Laufe der Zeit mehrere Umgestaltungen und Erweiterungen. Am 9. Juni 1319 wird durch eine Urkunde bestätigt die Pfarrkirche mit allen Zukirchen dem Kloster Zwettl verkauft.


Blick vom Langhaus durch den Turm Richtung Hochaltar
Blick vom Langhaus durch den Turm Richtung Hochaltar
Blick zur Orgel
Blick zur Orgel


Bei der heutigen Kirche, die dem Heiligen Ägyd geweiht ist, dominiert der in der Mitte stehende wuchtige, spätromanische Turm der ehemaligen Chorturmkirche mit einem neugotischen, steilen achtseitigen Pyramidenhelm über einem Dreiecksgiebelkranz aus dem Jahre 1886. Daran schließt ostseitig der schlanke, durch hohe Spitzbogenfenster zwischen dreigeschossigen Strebepfeilern mit Pultdächern vertikal gut gegliederte spätgotische Chorraum mit 5/8-Schluss an. Dann folgt die stirnseitig vorgebaute spätbarocke Sakristei mit hübschem, geschwungenem Ostgiebel. An der Südseite sehen wir den spätgotischen Sakristeianbau (alte Sakristei), an der Nordseite die ehemalige Totenkammer aus dem 19. Jahrhundert. An der Westseite schließt an den Turm das spätromanische, gotisch veränderte Langhaus mit kleinem, südseitigem, abgerundetem Treppenturm aus dem Jahre 1846 an. Die westliche Seite der Kirche schließt mit einem Vollgiebel und Rundbogenfenstern zwischen verschieden abgestuften, barocken Stützpfeilern ab. Am Turm befinden sich neugotische spitzbogige Schallfenster im Glockengeschoß.


Links steht Benedikt von Nursia, der die berühmten Mönchsregeln verfasste, die im Spruch „Ora et labora“ zusammengefasst werden. Auch die Zisterzienser leben nach dieser Ordensregel. Die Schlange im Kelch soll auf das Gift hinweisen, mit dem er getötet werden sollte.
Der Hochaltar wurde von einem kunstfertigen Laienbruder des Stiftes Zwettl um 1770 angefertigt.
Rechts finden wir den berühmtesten Zisterzienser, Abt Bernhard von Clairvaux, der großen Einfluss auf die Kirche und das Ordensleben im 12. Jahrhundert ausübte. Er wird mit dem Kreuz und den Leidenswekzeugen dargestellt.


Benedikt von Nursia
Benedikt von Nursia
Der Hochaltar
Der Hochaltar
Bernhard v.Clairvaux
Bernhard v.Clairvaux


In der Kirche befinden sich freigelegte Fresken und einige Heiligenfiguren, wie eine schöne barocke Madonna, der heilige Rochus, der heilige Sebastian, der heilige Antonius und der heilige Josef.
Das einzigartige romanische Taufbecken aus 1180-1200 ist das kunsthistorisch wertvollste Stück in der Kirche. Es ist aus Granit gefertigt und eine wuchtige Halbkugelschale, die oben in ein Zwölfeck übergeht. Sie ruht auf vier stilisierten Löwenköpfen, unter denen kleinere Dämonenköpfe sichtbar sind.
 


Fresko
Fresko
Das Taufbecken
Das Taufbecken
Die Sakristei
Die Sakristei

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