Die römisch-katholische Pfarrkirche ist dem Heiligen Antonius von Padua geweiht. Sie steht am Rande des Angers der Ortschaft und ist eine einfache, denkmalgeschützte Landkirche aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Sie wird 1746 als Kapelle urkundlich erwähnt.
Um 1880 wird die Kirche mit dem Anbau einer Westempore und dem Aufsetzen eines Westturmes mit Spitzhelm erweitert. Im Glockenstuhl hängen drei Glocken. Heute ist die Kirche eine einfache, einschiffige Barockkirche.
Die Pfarre Jagenbach besteht seit 1901 und gehört zum Dekanat Zwettl.
Man betritt die Kirche vom kleinen Vorplatz durch den Turm. Der Mittelgang führt bis zum Altar. Der Fußboden ist mit grob behauenen Steinplatten ausgelegt. Das dreijochige Langhaus hat ein Kreuzgratgewölbe auf Pilastern mit vorkragenden Gesimsen. Darunter öffnet sich ein rundbogiger Triumphbogen zum gleich breiten Chor, der über ein Kreuzgratgewölbe auf Eckpilastern verfügt. Die Fassade ist von Rundbogenfenstern durchbrochen.
Der barocke Hochaltar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist aus marmoriertem Holz angefertigt. Das Altarblatt zeigt den Kirchenpatron Antonius von Padua (außer zur Fastenzeit). Am Aufsatzbild aus der Zeit um 1900 ist eine Dreifaltigkeitsdarstellung zu sehen. Der Altar hat vorgestellte Säulen und Seitenfiguren.
Links steht die Statue des Heiligen Joachim, dargestellt mit einem Stab. Der Heilige Joachim gilt in der christlichen Tradition als Vater der Jungfrau Maria und somit als Großvater Jesu Christi.
Rechts steht die Heilige Anna, dargestellt mit einem Buch. Sie ist die Mutter Marias und damit Großmutter Jesu.
In der 40-tägigen Fastenzeit, beginnend mit dem Aschermittwoch, wird das ursprüngliche Altarbild mit der Darstellung des Kirchenpatrons Antonius von Padua mit einem Gemälde, das Jesus am Kreuz zeigt, ausgetauscht. Am Fuße des Kreuzes befinden sich seine Mutter Maria (links im blauen Mantel), Maria Magdalena (knieend in der Mitte) und der Apostel Johannes (rechts im roten Gewand).
Unter dem Chorbogen stehen zwei Holzstatuen des Heiligen Josef, einmal ohne und einmal mit dem Jesuskind. Zumindest eine davon schnitzte Wilhelm Engelmayer im Jahre 1962. Davor sieht man eine Herz Maria und eine Herz Jesus Statue. Das achteckige Taufbecken ruht auf einer achteckigen Säule.
Im Langhaus steht links der Heilige Leonhard von Noblat. Er wird als Abt oder Bischof mit einem Krummstab und einem Buch dargestellt. Zu seinen Füßen liegt ein Rind. Rechts steht der Heilige Florian. Er wird traditionell als römischer Soldat dargestellt, der ein brennendes Haus mit einem Wassereimer löscht.
Im Westen des Langhauses liegt ein gleich breiter, flach gewölbter Zubau mit Musikempore auf achtseitigen Granitpfeilern. Zum Inventar der Kirche gehört außerdem eine Orgel, die 1848 von Andreas Stöger gebaut wurde.
1969 wurde die Kirche anlässlich der Firmung 1970 renoviert. Kanzel, Kommuniongitter und beide Seitenaltäre wurden entfernt. Neue Bänke wurden aufgestellt und eine Kirchenheizung installiert. 1974 wurden Geläute und Turmuhr elektrifiziert.


















