Die Ortskapelle von Voitschlag

Voitschlag
Voitschlag
Blick zum Altar
Blick zum Altar
Voitschlag
Voitschlag


Voitschlag ist eine kleine Ortschaft nördlich von Sallingberg. Hier steht eine kleine Kostbarkeit, die man hier nicht erwartet. Wenn man sich als Wanderer Voitschlag nähert, so erhebt sich schon von weitem ein schlanker hoher Kirchturm über den Dächern der Ortschaft. Kommt man dann langsam näher, so lässt sich eine schlank aufragende Kapelle erkennen, wie man sie sonst nur in Tirol oder Bayern vorfindet.


Fotos aufgenommen 2012
Abseits der Tour


Die Ortskapelle von Voitschlag
Die Ortskapelle von Voitschlag

Als Familie Lorenz und Gertrud Steinlechner aus Wattens in Tirol in das Waldviertel kommen, sich hier ein Haus bauen und schließlich in das Waldviertel übersiedeln, hat der kleine Ort Voitschlag keine eigene Kapelle. Daher wurde der Wunsch nach einer eigenen Kapelle immer größer. Auf dem eigenen Grundstück beginnt man im Jahre 1982 und legt den Grundstein. Die ganze Familie hilft mit diesen Bau zu verwirklichen. Lorenz Steinlechner fertigt selber die mit unzähligen Ornamenten verzierte Holzdecke an. Auch die Bänke baut Steinlechner mit einem Tischler selbst. Die Fenster werden von einer bereits seit Jahrhunderten bestehenden und auf Kaiser Maximilian zurückgehenden Glasmalerfirma angefertigt, und der wertvolle Altar stammt aus einem aufgelassenen Schloss.


Die feierliche Segnung und Weihe an das „Heiligste Herz Jesu“ erfolgt am 15.Juni 1997 durch Prälat Wolfgang Wiedermann und Pfarrer Theodor Liebhart von Sallingberg.


Der im Grundriss rechteckige Bau mit angeschlossener halbrunder Apsis hat eine sehr hohe Raumhöhe. Zusammen mit dem relativ steilen Satteldach und dem schlanken Turm wirkt die Kapelle für den Betrachter wie ein eleganter Fingerzeig Richtung Himmel. Die Art des Baues ist im Waldviertel sicher einzigartig.


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Man betritt die Kapelle über einige überdachte Stufen durch ein bogenförmiges Portal mit einer zweiflügeligen geschnitzten Tür. Dann befindet man sich in einem Vorraum, der zum eigentlichen Kirchenraum durch ein Eisengitter abgetrennt ist.

Der sakrale Raum wird durch sechs bogenförmigen Fenster gut ausgeleuchtet. Im ersten Fenster auf der linken Seite sind die Heilige Theresia und gegenüber die Heilige Elisabeth dargestellt. Die mittleren Fenster stellen den Heiligen Laurentius und die Heilige Gertrud dar. Zwei weitere Fenster befinden sich in der Apsis, dem Altarraum.


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Gott Vater
Gott Vater

Im Altar- und im Kirchenraum befinden sich eine Vielzahl von Heiligendarstellungen.

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Wie entstand die Ortskapelle von Voitschlag ?

HOFFNUNGSLOSE TRÄNEN – Familiensaga

4 Comments

  1. Angelika Achenrainer

    Grüß Gott!
    Wir hatten auch die große Ehre, diese wunderschöne Kapelle und das Haus besuchen zu dürfen. Welch ein Juwel! Ich war überwältigt und konnte mir nicht vorstellen, wie man als Privatperson so eine schöne Kapelle errichten kann. Die Kapelle und das Haus sind so liebevoll gebaut worden, dass dies sofort erkennbar ist. Viel händische Arbeit des Herrn Lorenz Steinlechner steckt in diesen Bauwerken. Meine Bewunderung und mein Erstaunen, wie viele Fähigkeiten Herr Lorenz Steinlechner besaß, zumal mir bekannt ist, dass er bis zum Ende seines Lebens noch Ikonen malte. Größter Respekt! Angelika mit Fam.

  2. Schmid Otto

    Im Jahr 2010 hatte ich die Möglichkeit nach Voitschlag zu kommen und im schönen Haus des Lorenz Steinlechner zu wohnen.
    Mein Staunen war groß dieses Haus mit der Einrichtung, großteils vom Lorenz angefertigt, zu sehen.
    Noch größer war mein Erstaunen über die schöne Kirche. Wie kann ein Mann mit seiner Frau überhaupt sowas bauen? Ich und meine Frau, wir beide waren überwältigt von beiden Objekten.
    Da ich gerade eine religiöse Weise komponiert habe und keinen Namen vorerst hatte, gab ich bei der Messe den Namen: „Herz Jesu Weise“ und immer wo ich diese zu Aufführung bringe, denke an Voitschlag und an die Kirche, sowie natürlich an dem Lorenz, den großen Bauherr.
    Musikant Otto

  3. Ing.Alfred/Horst Steinlechner

    Hallo !
    Mein Vater Lorenz Steinlechner ist heuer am 20. August im 93.Lebensjahr verstorben. Kurz nach seinem Ableben habe ich Ihren Artikel im Internet entdeckt.
    Im Glockenturm befinden sich 2 Glocken der Glockengießerei Graßmayr welche seit 1599 in Innsbruck besteht und deren Glocken in über 100 Ländern der Welt erklingen.
    Gruß Steinlechner

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