ZWalk – Wanderungen rund um Zwettl im WaldviertelDie Industriebahn Gutenbrunn-Martinsberg - ZWalk - Wanderungen rund um Zwettl im Waldviertel

Die Industriebahn Gutenbrunn-Martinsberg

>> Länge: 4,1 km | Höhe: 86 m | Dauer: 01:15 <<

Alte Schienen

Alte Schienen

Aus alter Zeit

Aus alter Zeit

Vom Bahnhof Martinsberg bis zur Säge Gutenbrunn verkehrt in den Jahren 1922 bis 1933 eine Industriebahn mit einer Spurweite von 760 mm. Sie dient damals zum Abtransport der Produkte des Holz verarbeitenden Betriebes und ist mit der Waldbahn im Weinsberg Forst mit einem 1 km langen Gleis verbunden. Die Waldbahnmaschinen verkehrten auch auf dieser Strecke. 1933 wird der Betrieb eingestellt. Wir sind heute auf dem ehemaligen Bahnkörper, oder was noch von ihm übrig ist, unterwegs.

Fotos aufgenommen im März 2017
Wandern im flachen GeländeNordic Walking geeignetKeine durchgehende Beschilderung !Einkehrmöglichkeit in Gutenbrunn und Martinsberg

In Gutenbrunn stehen zwei D-Kuppler von Orenstein & Koppel, zwei Dampflokomotiven der Maschinenfabrik Kolomna und zwei kleine Tenderlokomotiven der Maschinenfabrik Hoffmann mit der Achsfolge Bt im Einsatz.

Die beiden Kolomna-Lokomotiven der Bauart Cn2t (C=3 Achsen, n=Nassdampf, 2=Nachlaufachsen, t = Tatzlagerantrieb) werden im Jahre 1920 neu angefertigt und haben die Fabriksnummer 151 und 153.

Kolomna-Lokomotiven der Bauart Cn2t

Kolomna-Lokomotiven der Bauart Cn2t

Schon 1877 errichtet die Firma Munk und Söhne in Gutenbrunn eine Sägeanlage, die kurz danach den Namen „Kronprinz Rudolf-Dampfsäge“ erhält. Die kleine Munk’sche Dampfsäge ist aber nicht imstande, die vorhandenen Holzmassen zu verarbeiten.

Im Jahre 1919 wird zwischen der Körner Werke AG, Vereinigte Holz-, Bau- und Industrie-AG und der Habsburg Lothringen’schen Forstverwaltung in Persenbeug ein Abstockungsvertrag (Nutzholz am Stamm) mit einer Laufzeit von 20 Jahren unterzeichnet. Und schon 1920 ist die gesamte Munk’sche Säge im neuen Körnerwerk integriert.

In den Folgejahren sind bis zu 500 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Die Zahl der Einwohner der Gemeinde Gutenbrunn steigt in dieser Zeit auf über 1500.

1928 geht der Betrieb nach dem Selbstmord von Inhaber Oskar Körner auf die Niederösterreichische Holzindustrie AG über. Wegen Differenzen mit der Gutsbesitzerfamilie wird der Abstockungsvertrag auf 15 Jahre verkürzt. Schließlich stellt die Herrschaft die Holzlieferung gänzlich ein, wodurch das Werk gezwungen ist, den Betrieb im Februar 1933 einzustellen.

Am 27. Dezember 2010 wird der Eisenbahnbetrieb zwischen Waldhausen und Martinsberg-Gutenbrunn eingestellt und im August 2014 der Schienen beraubt.

Alter Lokschuppen Martinsberg

Alter Lokschuppen Martinsberg

Sportplatzstraße

Sportplatzstraße

Vom ehemaligen Lokschuppen in Martinsberg folgen die Schienen der Industriebahn vermutlich der heutigen Sportplatzstraße leicht ansteigend Richtung Nordwesten. Unterhalb des Sportplatzes führt die Trasse durch einen künstlichen Einschnitt, den man heute noch gut erkennen kann.

Sportplatzstraße

Sportplatzstraße

Beim Sportplatz

Beim Sportplatz

Bei der Feldstraße kreuzt die Trasse und verläuft hinter den Häusern Richtung Am Südhang Straße. Ab hier lässt sich die Bahntrasse noch leichter verfolgen, denn es gibt links und rechts des unverbauten Streifens Grenzsteine.

Bei der Feldstraße

Bei der Feldstraße

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Am Südhang

Am Südhang

Am Südhang

Am Südhang

Wir queren die Straße Am Berg. Hier führt die Trasse zuerst auf einem geschütteten Damm und schließlich hinter den Häusern der Eichenstraße, bis die Straße im schrägen Winkel gekreuzt wird.

Hinter der Eichenstraße

Hinter der Eichenstraße

Hinter der Eichenstraße

Hinter der Eichenstraße


Hinweispflock

Hinter der Eichenstraße

Hinter der Eichenstraße

Kreuzung Eichenstraße

Kreuzung Eichenstraße

Der Eisenbahndamm nähert sich in einem weiten Linksbogen dem Oedbach, der mit einer kurzen Brücke überwunden wird. Nach der Brücke folgt ein Einschnitt, der Mitte März komplett mit Schnee zugeweht ist.

Geschütteter Damm

Geschütteter Damm

Oedbach Brücke

Oedbach Brücke

Im nächsten Abschnitt bis zur Landesstraße Gutenbrunn-Martinsberg wird die Strecke zum Teil zugeschüttet oder bereits in die Felder integriert. Stellenweise ist sie total verwachsen. Kurz vor der Straße ist sie nicht mehr zu erkennen, die Wiese bildet hier bereits eine homogene Einheit.

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Wir überqueren geradeaus weiter die Landesstraße und folgen der Bahntrasse, die hier auf einem Damm verläuft und die sogenannte Entenlacke überwindet. Die Brücke über den Weitenbach ist noch gut erhalten.

Bei der Landesstraße

Bei der Landesstraße

Die Landesstraße

Die Landesstraße

Weitenbach Brücke

Weitenbach Brücke

Entenlacke

Entenlacke


Hinweispflock

Weitenbach Brücke

Weitenbach Brücke

Weitenbach Brücke

Weitenbach Brücke

Ab hier verläuft die Trasse mit einem weiten Rechtsbogen durch den Wald bis Gutenbrunn. Sie folgt Einschnitten und Dämmen mit beidseitig angelegten Wassergräben und kann den ganzen Wald hindurch gut verfolgt werden.

Weitenbach Brücke

Weitenbach Brücke

Geschütteter Damm

Geschütteter Damm

Im Wald

Im Wald

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Mancherorts ist es aber sehr nass, oder die Trasse ist so stark verwachsen, dass man in den benachbarten Hochwald ausweichen muss.

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Östlich von Gutenbrunn verläuft die Trasse entlang des Waldrandes bis sie nach der Poggschlägerstraße in eine schöne Birkenallee übergeht.

Östlich von Gutenbrunn

Östlich von Gutenbrunn

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Trassenverlauf

Poggschlägerstraße

Poggschlägerstraße


Hinweispflock

Birkenallee

Birkenallee

Pfarrkirche

Pfarrkirche

Auf Höhe der Pfarrkirche zweigen wir rechts ab und steigen einen Wiesenweg hinunter zum Truckerhaus.

D&J

Weitere Infos über diese Wanderung für GPS Freunde unter GPS TOUR.INFO
Detailierte Wanderkarte auf bergfex.at bergfex.at

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