Als Beitrag zum Internationalen Jahr des Waldes 2011 besuchten wir die größte Fichte des Waldviertels nördlich von Wörnharts zwischen Jagenbach bei Zwettl und Weitra.
Am besten erreicht man den Baum von der Bundesstraße westlich von Wörnharts. Wir wandern den Purkenbach entlang, kommen bei der Schölmmühle (ehemals Kleinmühle) vorbei und biegen nach weiteren 200 Metern rechts ab. Leicht bergauf erreichen wir kurz darauf die Fichte.
48.676920, 14.962070
+48° 40′ 36.91″, +14° 57′ 43.45″
Zu finden auf unserer Wanderung:
● Riesenfichtenweg
NÖN – 04.11.2021
Foto: Johann Fuchs, Besitzer der Riesenfichte, und Apotheker Bertram Spacek (rechts), schaffen es nicht, den Stamm des Naturdenkmales zu umfassen.
Zu den weniger bekannten Naturdenkmälern im Gmünder Bezirk zählt die „Riesenfichte“ in Wörnharts, die etwa 36 Meter in die Höhe ragt und einen Stammumfang von mehr als fünf Metern hat. Das Alter des seit Ende der 80er-Jahre unter Naturdenkmal stehenden Baumes ist unklar. Das soll sich aber ändern: Der Weitraer Apotheker Bertram Spacek hat die Boku Wien gebeten, sich des Baumes wissenschaftlich anzunehmen.
„Ich habe mir vor vier Jahren den ‚Riesenfichtenweg‘, der kurz vor Wörnharts angeschrieben ist, angesehen und war einfach nur begeistert. Seither verbringe ich mehrmals in der Woche, wenn Wetter und Zeit passen, meine Mittagspausen hier. Hier kann ich abschalten, die Natur genießen. Dieser Baum macht einen demütig“, betont Spacek, der die Riesenfichte als „mächtigsten Baum meines Lebens“ bezeichnet.
Wie mächtig der Baum ist, das möchte er nun wissenschaftlich haben. Größe und Alter kennt nämlich auch Baumbesitzer Johann Fuchs, der seit Jahren alle Daten und Fakten für eine Ortschronik zusammenträgt, nicht. „Am Standort war früher eine Wiese, wo ein Weg zu einer Mühle geführt hat. Jetzt ist hier ein Wald. Ich gehe davon aus, dass die Fichte schon viele Generationen überlebt hat“, meint Fuchs. Im Haus seiner Vorfahren, die seit fast 200 Jahren den Namen Fuchs tragen, lebt er mit seiner Familie aus drei Generationen. „Hier sollen die Nachfahren des Ortsgründers von Wörnharts, der Rodungsführer Werihart, gelebt haben. Im ersten Grundbuch aus dem Jahr 1426 ist der Name Hofbauer eingetragen“, sagt er. Zur Riesenfichte findet er in alten Dokumenten keinen Eintrag. „Ich frage mich oft, welche Persönlichkeiten sie überlebt haben könnte. Napoleon, Kaiserin Maria Theresia und viele andere werden es schon gewesen sein. Ich schätze, das sie mindestens 300 Jahre alt ist.“
Vor Jahren dürfte der Wipfel durch Sturm oder Schnee beschädigt worden sein: Nun gibt es mindestens sieben Wipfel, die sich aus den Ästen gebildet haben und für eine gewaltige Baumkrone sorgen. Davon war auch der damalige Oberförster Klaus Rabl beeindruckt, der den Baum Ende der 80er-Jahre erstmals gesehen hat. „Er sorgte dafür, dass er ein Naturdenkmal wurde“, ist Fuchs dankbar. Aus der Boku heißt es auf NÖN-Anfrage, dass Experten über den Baum informiert werden. „Das klingt interessant, aber wir bekommen sehr viele derartige Anfragen“, meint Astrid Kleber.










Toll, erinnert mich an die Bäume im Rothschild’schen Urwald bei Rothwald, zwischen Neuhaus und Wildalpen.
HB