Die Frauenluck’n

>> Länge: 3,7 km | Höhe: 84 m | Dauer: 01:00 <<

Die Steinäckerfelder
Die Steinäckerfelder
Die Steinäckerfelder
Die Steinäckerfelder

Südlich von Schmerbach am Kamp liegt im kristallinen Schiefer eine Höhle, genannt die „Frauenluck’n.



Fotos aufgenommen im November 2011
Wandern im hügeligen GeländeNordic Walking geeignetDer gleiche Weg zurück !Einkehrmöglichkeit in SchmerbachAuch mit dem Mountainbike befahrbar


Wir wandern bei der Kapelle in südöstliche Richtung, leicht bergauf zu den Steinäckerfeldern. Kurz nach der höchsten Erhebung zweigt rechts ein Weg in den Wald, dem wir bis zum nächsten breiteren Fahrweg folgen. Bei der Kreuzung biegen wir zuerst links und zehn Meter danach rechts ab.


Waldweg
Waldweg
Waldweg
Waldweg
Waldweg
Waldweg


Der Weg führt nun hinunter Richtung Kamp und wird schmäler. Die Landschaft ändert ihr Aussehen. Waren wir bis hierher durch einen Mischwald unterwegs, so prägen jetzt Laubbäume und kahler Schiefer die Landschaft. Kurz darauf erreichen wir die Westseite des Kammes, die steil Richtung Kamp abfällt.


Schiefer
Schiefer
Waldweg
Waldweg
Schiefer
Schiefer


Der etwas schwierige Zugang zur Höhle selbst ist durch Halteseile abgesichert, sodass die Höhle gefahrlos erreicht werden kann. Die Höhle selbst besitzt keinen Vorplatz, gleich davor stürzen die Felsen steil in eine zum Kamp führende Rinne ab.


Höhlenzugang
Höhlenzugang
Höhlenzugang
Höhlenzugang
Höhlenzugang
Höhlenzugang


Blick aus der Frauenluck’n
Blick aus der Frauenluck’n


Auf Grund der Funde in der Höhle steht fest, dass die Höhle bereits im Magdalénien in der jüngeren Altsteinzeit, ca. 40000 – 10000 v. Chr. besiedelt war.

Das Magdalénien ist eine archäologische Kulturstufe im jüngeren Abschnitt des Jungpaläolithikums in Mittel- und Westeuropa am Ende der letzten Eiszeit. Benannt wurde das Magdalénien im Jahre 1869 von Gabriel de Mortillet nach der Halbhöhle La Madeleine im Département Dordogne.

Wissenschaftliche Grabungen und Untersuchungen, die hauptsächlich von Josef Bayer (* 10. Juli 1882 in Hollabrunn, Niederösterreich; † 23. Juli 1931 in Wien) durchgeführt wurden, brachten in den Erdschichten der Höhle Tierknochen, Feuersteine, prismatische Klingen, Kantenstichel und eine unfertige Nadel aus einem Röhrenknochen zu Tage. Nachzulesen sind seine Forschungsarbeiten in seinem Buch „Die Frauenlucken bei Schmerbach im oberen Kamptale, eine Höhlenstation des Magdalénien in Niederösterreich. Die Eiszeit I, 1924, S. 65ff. (mit H. Wichmann)“.


Über den Namen der Höhle gibt es folgende Sage:

In Kriegszeiten, die das Waldviertel in früheren Jahrhunderten immer wieder heimsuchten, sollen die Bewohner der Umgebung, besonders Frauen, die Höhle als Zufluchtsort vor den feindlichen Soldaten aufgesucht haben.

Während des Dreißigjährigen Krieges, als die schwedischen Soldaten nach Schmerbach kamen, konnten die meisten Frauen des Ortes noch rechtzeitig flüchten und die Höhle als Schlupfwinkel aufsuchen. Die Soldaten, denen das völlige Fehlen von Frauen in Schmerbach aufgefallen war, machten sich daher auf die Suche nach ihnen. Ein Soldat entdeckte in einem steilen und deshalb auch schwer zu begehenden Wald, den Eingang zur Höhle. Als er zum Eingang kam, sah er, dass dieser von einem großen, den ganzen Höhleneingang überspannenden Spinnennetz, verschlossen war. Der Soldat nahm an, dass hier in letzter Zeit niemand ein- oder ausgegangen sein konnte und ging weiter. Die Frauen, die sich in der Höhle aufhielten und vor Angst zitterten, sich aber ruhig verhalten hatten, wurden nicht entdeckt. Nachdem die schwedischen Soldaten weitergezogen waren, kehrten die Frauen unversehrt in das Dorf zurück.


Zurück nehmen wir den gleichen Weg.


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