>> Länge: 6,6 km | Höhe: 97 m | Dauer: 01:45 <<
Zwischen Höppelmühle und Furtmühle fließt der Purzelkamp ruhig und fast unbemerkt durch dichtes Waldgebiet und murmelt leise über hunderte rundliche Steinblöcke.
Dieses Mal wandern wir flussaufwärts und starten an der Zufahrt zur Rührmühle, die man von Brand aus erreicht. Sie liegt zwischen Höppelmühle und Furtmühle. Eine Brücke verbindet den nördlichen Güterweg zur Rührmühle mit dem südlichen, der über das Mühlfeld von Jeitdorf ins Tal führt. Die Rührmühle liegt etwa 100 m flussaufwärts und hat einen eigenen Zufahrtsweg. Sie ist wie viele ihrer Artgenossen nicht mehr in Betrieb, hat aber die Zeit überlebt, ist bewohnt und in einem modernen Zustand mit idyllischem Ambiente.
In der Nähe der Rührmühle befand sich ursprünglich eine Siedlung mit dem Namen „Hinterlosch“, die schon im Jahre 1290 urkundliche Erwähnung findet. Sie wird aber aufgegeben und wahrscheinlich etwas höher am Fuße des Loschberges als „Loschperg in Reut“ (heute Loschberg) neu errichtet, wo sie erstmals im Jahre 1380 in den Urkunden erscheint. Wir wandern nun hinter der Rührmühle, dem Salierawanderweg folgend, flussaufwärts, verlassen aber bald den Wanderweg und folgen dem Purzelkamp entlang des Ufers.
Der Hochwald grenzt direkt an das hier flache Ufer. Neben dem Fluss liegt etwas erhöht der nicht mehr genützte Mühlgraben, der an einigen Stellen mit Wasser gefüllt ist oder einfach nur ein sumpfiges Band bildet, in dessen Erde man verschiedene Tierspuren sehen kann. Einige Abschnitte des Purzelkamps sind mit einer Unzahl von rundlichen Steinblöcken übersät, über die man ohne weiteres von einer Seite auf die andere kommen kann.
Auf Brücken wird hier oft verzichtet und so gibt es entlang des Ufers einige neu angelegte Furten. Wir verlassen nun das Ufer und kehren wieder auf den Forstweg zurück. In einem großen Bogen wandern wir Richtung Höppelmühle. Hier überqueren wir den Purzelkamp und biegen nach der Mühle links ab. Hinter der Mühle mündet das Grainbrunnbachl in den Purzelkamp, und wir wandern über den Waldrücken zurück zur Rührmühle.
Wir folgen dem asphaltierten Güterweg Richtung Moniholz und biegen nach dem Anstieg in den neuen geschotterten Forstweg ein. Kurz darauf wandern wir geradeaus weiter, dem Hohlweg folgend. Bei der darauffolgenden Kreuzung halten wir uns links und kommen gegenüber der Rührmühle zur Mündung des Moniholzbaches. Hier gibt es keinen Steg oder Brücke, aber genügend Steine im Bachbett, um an das andere Ufer zu gelangen. Oberhalb des Baches kommen wir zum Güterweg und unserem Ausgangspunkt.
Wir überqueren nochmals die Brücke und folgen dem Purzelkamp flussabwärts Richtung Furtmühle.
Kurz vor der Furtmühle kreuzt die Gasleitung den Purzelkamp. Die OMV verlegt derzeit im Waldviertel eine 41 Kilometer lange Gasleitung parallel zu einer bereits bestehenden. Es handelt sich um eine Reserveleitung zur Unterstützung der West Austria Gasleitung. Diese beginnt an der slowakischen Grenze bei Baumgarten an der March und verläuft über das Wald- und Mühlviertel Richtung Westen und geht bei Oberkappel über die deutsche Staatsgrenze.
Unmittelbar bei der Baustelle treffen wir auf das Betriebsgelände der Firma Stora Enso. Die Furtmühle bei Brand ist der Stammbetrieb und die Hauptverwaltung der sechs zentraleuropäischen Sägewerke von Stora Enso Timber, Central Europe Unit.
Wir wandern wieder zurück zum Ausgangspunkt.