„Da stoanige Weg“ – Marmor Route 40 (Teil 1)

>> Länge: 12,7 km | Höhe: 293 m | Dauer: 03:15 <<

Kottes Wegweiser
Kottes Wegweiser
Kottes
Kottes

Der Markt Kottes im Tal der Kleinen Krems ist ein kleiner Ort mit einer ganz besonderen Geschichte, die zu Beginn unserer Wanderung als Einstimmung dienen soll. Um 1096 taucht der Name „mons metallicus“, das ist der Arizberg oder Erzberg (heute Ansberg) als einer der Grenzpunkte Göttweig’schen Besitzes auf. Kottes war damals ein Dorf ohne Bauern! Hier siedelten Handwerker und Gewerbetreibende. Heute würde man sagen Kottes war ein Industrieort. Es gab Marmor, Eisen, Graphit und vieles mehr.



Fotos aufgenommen im März 2014
Wandern im hügeligen GeländeNordic Walking geeignetRundweg - Teil 1Durchgehende Beschilderung !Einkehrmöglichkeit in KottesAuch mit dem Mountainbike befahrbar


40Die Marmor Route („Da stoanige Weg“) mit der gelben Nummer 40 führt uns nun zu einigen Standorten der damaligen Industrie. Wir starten am Marktplatz unterhalb der Kirche bei der Infotafel und steigen einige Stufen hinauf Richtung Pfarrkirche.


Pfarrkirche Kottes
Pfarrkirche Kottes
Pfarrkirche Kottes
Pfarrkirche Kottes

Die Pfarrkirche (Station 13) hat eine komplizierte Baugeschichte. An einen einfachen romanischen Vorgängerbau aus dem 11. Jahrhundert (Georgskapelle) wird im 12. Jahrhundert (vermutlich 1124) ein Langhaus angebaut, dessen ursprüngliche Giebelmauer im Osten innen und außen noch sichtbar ist. Der heute als Sakristei dienende romanische Bau wird als Chor weiterverwendet. Im 16. Jahrhundert wird die Kirche erweitert und es entsteht ein zweischiffiges spätgotisches Langhaus.


Von der Kirche geht es nun in nördliche Richtung am Fuchsberg vorbei durch die kleine Ortschaft Leopolds bis zur Häusergruppe mit dem bezeichnenden Namen „Graphitwerk“.


Richtung Fuchsberg
Richtung Fuchsberg
Beim Fuchsberg
Beim Fuchsberg
Wegkreuz
Wegkreuz


In Leopolds
In Leopolds
Wegkreuz
Wegkreuz
Graphitwerk
Graphitwerk


Graphitwerk
Graphitwerk
Schautafel Graphitwerk
Schautafel Graphitwerk

In Graphitwerk (Station 1) stand das ehemalige Betriebsgebäude zur Graphitgewinnung. Die frühesten belegbaren Hinweise auf bergmännische Tätigkeit im Bereich Voitsau stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. So unternimmt ein gewisser Rudolf von Alstern um das Jahr 1850 erste Nachgrabungen auf Graphit. Auf einem Satellitenfoto sieht man den Einsturz eines Stollens.


Man kann mit freiem Auge die Graphit führenden Schichten am Feldrain erkennen, während wir Richtung Voitsau wandern. Es geht hinter der Ortschaft am Fuße des Rotbühels zur nächsten Schautafel (Station 2). Man findet hier alte Halden eines ehemaligen Eisenerzbergbaues, vermutlich schon vor 1854.


Graphitschichten
Graphitschichten
Satellitenfoto
Satellitenfoto
Stolleneinsturz
Stolleneinsturz


Am südlichen Ortsende von Voitsau zweigt der Wanderweg Richtung Marbach an der Kleinen Krems ab. Im Tal liegt die alte Königsmühle. Kurz darauf kommen wir auf die Bundesstraße, der wir 500 Meter folgen, bevor wir geradeaus in einen Feldweg abzweigen.


Richtung Voitsau
Richtung Voitsau
Schaukasten Rotbühel
Schaukasten Rotbühel
Richtung Marbach
Richtung Marbach


Richtung Marbach
Richtung Marbach
Zur Straße
Zur Straße
Straße nach Marbach
Straße nach Marbach


Der ehemalige Hochofen der Eisenhütte Rudolfsthal (Station 3 – Schautafel fehlt zur Zeit) am westlichen Ortsausgang von Marbach ist eines der seltenen, im Bereich nördlich der Donau noch erhaltenen Relikte des Eisenwesens. Von der einstigen Hochofenanlage sind noch der gemauerte Ofenstock (ohne Rauchhaube) und die ehemalige Gußhalle, die in das bäuerliche Anwesen integriert ist, erhalten. Das Pochwerk zur Materialzerkleinerung stand auf dem ebenen Platz der gegenüberliegenden Straßenseite. In diesem Bereich wurden auch die Graphite aus Voitsau, Dankholz und Marbach geschlämmt, getrocknet und zu Granaten gepresst. Der ursprünglich über 11 Meter hohe Hochofen wurde im Jahre 1855 von der Rudolfsthaler Eisengewerkschaft erbaut und war damals der einzige Schmelzofen nördlich der Donau.


Hochofenanlage
Hochofenanlage
Hochofenanlage
Hochofenanlage


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