Samstag, 27. Juni 2026
Segnung Themenstation
„Fluss des Lebens“
bei der Gschwendtmühle

Segnung der Themenstation „Fluss des Lebens“

Am Samstag, 27. Juni 2026 um 08:00 Uhr startet eine Fußwallfahrt von Schloß Rosenau nach Stift Zwettl (18,3 km) mit Halt bei der Gschwendtmühle.

Um ca. 10.15 Uhr Eintreffen bei der Gschwendtmühle mit Vorstellung und Segnung der Themenstation „Fluss des Lebens“.

Anschließend geht es weiter bis Stift Zwettl.

Bitte sorgen Sie selbstständig für gutes Schuhwerk sowie ausreichend Verpflegung für die Wanderung. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.

Anmeldung bis 19. Juni 2026 bei Doris Heider (+43 664 88152320, doris.heider@stift-zwettl.at) erbeten.

Der Bernhardiweg im Waldviertel

Das Projekt Bernhardiweg im Waldviertel folgt der Idee und Initiative von Dr. Markus Peham – Bezirkshauptmann in Zwettl.


Im Jahre 1090 wird Bernhard von Fontaine aus ritterlichem Geschlecht unweit von Dijon geboren. Wenn Bernhard auch eine gläubige Erziehung zuteil wird, so genießt er doch das Leben in vollen Zügen, ehe er plötzlich 1112 an der Pforte des strengen Reformklosters von Cîteaux um Aufnahme bittet. Bernhard muss eine unglaublich anziehende Persönlichkeit gewesen sein, denn er kommt nicht allein. Dreißig seiner Gefährten und Verwandten hat er zum Eintritt in den Orden überredet. Dieser Zustrom von Berufungen ist der Aufschwung für das dahinwelkende Cîteaux. Von da an erlebt der Orden eine ungeahnte Blüte, sodass Bernhard mit Recht nach den Vätern Robert, Alberich und Stephan als der zweite Gründer angesehen werden kann.

Bereits 1115 wird Bernhard als Abt zur Neugründung des Klosters Clairvaux ausgesendet. Damals ist Bernhard 25 Jahre alt. Das Abtsamt wird er bis zu seinem Tode 38 Jahre lang zum Segen für Clairvaux, den Zisterzienserorden und die ganze Kirche ausüben. Bald zählt die Gemeinschaft in Clairvaux 700 Mönche, sodass man in ganz Europa neue Klöster zu gründen beginnt.

Als Bernhard 1153 stirbt, sind allein von Clairvaux aus 67 Klöster gegründet worden. Insgesamt zählt der Zisterzienserorden 343 Klöster im ganzen bewohnten Erdkreis. Darunter befindet sich auch das 1133 gegründete Stift Heiligenkreuz.

Ein Pilger oder auch Wallfahrer ist eine Person, die eine Wallfahrt unternimmt. Pilgern bedeutet aber auch, sich auf die Grundlagen des Menschseins zu besinnen, völlig „auf-zu-gehen“- auf dem Weg im Rhythmus des Gehens, in der Sinnlichkeit der Natur und der mystischen Aura der Kirchen und Klöster. Es muss nicht immer Maria Taferl, Mariazell oder gar Santiago de Compostela sein.

War früher eine Wallfahrt ein „Beten mit den Füßen“, begeben sich die Pilger heute nicht nur aus religiösen oder spirituellen Motiven auf die heiligen Wege. Viele Wanderer nutzen das Pilgern als bewusste Entschleunigung vom Alltag und als „Wellness für Körper und Seele“.

Unterwegs sein ist wichtiger als Ankommen!

Wir sind hier im Herzen des Waldviertels, genauer gesagt in Stift Zwettl. Es besteht ohne Unterbrechung seit seiner Gründung im Jahr 1138 und ist damit das drittälteste Zisterzienserkloster weltweit. Es wird vom Kuenringer Hadmar I. als erste Tochtergründung von Stift Heiligenkreuz aus gestiftet.


Bernhardiweg im Waldviertel
Bernhardiweg im Waldviertel
Stift Zwettl

Ludwig & Maria Knapp Friedensweg

>> Länge: 3,1 km | Höhe: 36 m | Dauer: 01:00 <<

Der „Ludwig und Maria Knapp Friedensweg“ ist Teil des Projekts Friedenswege Waldviertel – Südböhmen. In Schützenberg, in der Nähe von Weitra, beginnt dieser Friedensweg, der vom ehemaligen Sägewerk der Familie Knapp über das Naturdenkmal Gabrielental nach Weitra zum Rathausplatz und zur Pfarrkirche führt. Beim Gedenkstein für das Ehepaar Knapp in der Promenade endet der Friedensweg. Themen des Weges sind die Rettung der ungarisch – jüdischen Zwangsarbeiter in Schützenberg, das Schicksal der jüdischen Familien aus Weitra und die Gerechten unter den Völkern (Yad Vashem Ehrung). Der Weg wurde von der Friedensorganisation „Verein zur Förderung einer Kultur des Friedens und der grenzüberschreitenden Verständigung – Weg des Friedens“ angelegt.

Ludwig & Maria Knapp Friedensweg
Ludwig & Maria Knapp Friedensweg

Wir starten heute in Schützenberg südwestlich von Weitra. Der Ortsname bedeutet eine Anhöhe, auf dem Schützen (Wehrbauern) siedeln.

Die Wehrbauern, die im 12. Jahrhundert von den Kuenringern hier angesiedelt worden waren, wurden mit Freihöfen belehnt. 1380 wurde nach einer Urkunde Ulreich der Schuczenmaister mit einem Freihof „(freys haus zu Pruk)“ an der Lainsitzbrücke und Gründen im „Schuczendorfer Veld“ belehnt. Die Freihöfe waren von Abgaben an die Herrschaft weitgehend befreit. Berichte aus dem 14. Jahrhundert sprechen von drei Freihöfen. Später entstanden zahlreiche Mühlen und Sägewerke entlang der Lainsitz.

Eines dieser Sägewerke steht nun im Mittelpunkt dieser Wanderung mit Geschichte.

Familie Knapp betrieb in Schützenberg 13 ein Sägewerk und bewahrte während des 2. Weltkrieges 26 ungarische jüdische Zwangsarbeiter vor der Deportation nach Theresienstadt und dem sicheren Tod. Heute ist nur mehr der Wehrgraben neben der Straße zu sehen. Das Sägewerk selber ist abgetragen. An der Straßenkreuzung vor der Lainsitzbrücke steht eine Infotafel mit den wichtigsten Informationen und dem Wegverlauf bis Weitra.


Fotos aufgenommen im Oktober 2025
Wandern im flachen GeländeNordic Walking geeignetDer gleiche Weg zurück !Keine durchgehende Beschilderung !Einkehrmöglichkeit in Weitra

Glücksmauer und Glückstor

>> Länge: 5,2 km | Höhe: 85 m | Dauer: 01:30 <<

Saggraben
Saggraben
Saggraben
Saggraben
Saggraben
Saggraben

Fernab aller touristischen Pfade und öffentlichen Wanderwege, und von der Liste der Naturdenkmäler unentdeckt, schlummert am Fuße der Glücksmauer das imposante Glückstor. Um dorthin zu kommen sind wir heute in Saggraben, einer Streusiedlung im Tal des Prinzenbaches. Die Häuser gruppieren sich in einer großen Waldlichtung nordöstlich von Bärnkopf. Rundherum breitet sich der Weinsberger Wald aus.


Fotos aufgenommen im April 2025
Wandern im hügeligen GeländeNordic Walking geeignetDer gleiche Weg zurück !Keine durchgehende Beschilderung !Stellenweise kein Handyempfang !

Rundweg Waldviertel-PUR

>> Länge: 5,3 km | Höhe: 100 m | Dauer: 01:20 <<

Gasthaus Mathe
Wegweiser
Etzen


Heute sind wir in Etzen. Dieser kleine Ort liegt zwischen Zwettl und Groß Gerungs. Er gehört zur Kleinregion Waldviertler Hochland, einem Hochplateau der Böhmischen Masse, das sich bis zur Grenze zum oberösterreichischen Mühlviertel erstreckt. Die Region ist dünn besiedelt. Rund die Hälfte ist Wald. Es überwiegen vor allem Fichten und Kiefern. Die überwiegende landwirtschaftliche Kulturform ist das Grünland, daneben findet man Feldfrüchte wie Kartoffeln, Gerste und Roggen. Obstbau ist aufgrund der ungeschützten Höhenlage nur eingeschränkt möglich. Typisch für die sanften Hochflächen im Waldviertler Hochland sind die Steinformationen, Felsburgen und Granitblöcke, die überall zu finden sind.

Der Sommer ist geprägt von angenehmen Temperaturen mit kühlen Nächten, von September bis Mai sind Nachtfröste möglich, sogenannte Tropennächte über 20° Grad sind noch eine Seltenheit. Die Winter sind kalt mit milden Phasen und wenig Nebel, daraus ergeben sich überdurchschnittlich viele Sonnenstunden. Und so ist es nicht verwunderlich, dass heute zum Frühlingsbeginn herrliches Wanderwetter herrscht.


Fotos aufgenommen im März 2025
Wandern im flachen GeländeNordic Walking geeignetRundwegDurchgehende Beschilderung !Einkehrmöglichkeit in Etzen

Skulpturenweg

>> kurze Wegstrecke: 3,2 km | Höhe: 26 m | Dauer: 00:55 <<
>> lange Wegstrecke: 5,5 km | Höhe: 85 m | Dauer: 01:30 <<

Skulpturenweg
Skulpturenweg
Skulpturenweg

Das Waldviertel und im Besonderen Zwettl ist im wahrsten Sinn des Worte steinreich. Kann man im Umland der Stadt zahlreiche Naturdenkmäler aus Granit finden und bewundern, so finden sich innerhalb der Stadt einzigartige Objekte entlang des Skulpturenweges. Unterschiedliche Künstler und Bildhauer formten aus rohem Stein einzigartige und sehenswerte Objekte.

Seit den in den Jahren 1988 und 1991 in Zwettl unter der Leitung von Prof. Franz Xaver Ölzant, Akademie der bildenden Künste Wien, abgehaltenen Bildhauerwochen bereichern die dabei geschaffenen Kunstwerke das Zwettler Stadtbild. Ergänzt durch weitere Statuen entstand daraus ein Themenweg, der die 16 Skulpturen im Stadtgebiet von Zwettl verbindet.

Die meisten dieser Skulpturen befinden sich außerhalb der Altstadt und so verläuft der Skulpturenweg rund um die Stadtmauerstadt Zwettl. Man kann also zeitgenössische Bildhauerkunst mit erlebbarer Stadtmauer verbinden. Wem dieser Rundgang zu kurz erscheint kann am Ende noch den Hausberg von Zwettl, den Propsteiberg, ersteigen. Neben dem herrlichen Blick über die Stadt kommt man dann bei weiteren Objekten vorbei.


Fotos aufgenommen im September 2024
Wandern im flachen GeländeRundwegKeine durchgehende Beschilderung !Einkehrmöglichkeit in Zwettl

Kunst & Kultur Erlebniswanderweg

>> Länge: etwa 5,0 km | Höhe: 10 m | Dauer: 01:30 <<

5 Takeki Yokoyama (Japan) "Engel auf Wolke"
5 – Takeki Yokoyama (Japan)
„Engel auf Wolke“
26 Tamas Apro (Ungarn) „Mutter Erde”
26 – Tamas Apro (Ungarn)
„Mutter Erde”
18 Algimantas Sakalauskas (Litauen) „Donnergott PERKUNAS“
18 – Algimantas Sakalauskas (Litauen)
„Donnergott PERKUNAS“

Ein Ort – ein Kunstwerk – so könnte man zusammenfassend den Spaziergang durch Großschönau bezeichnen. Steht doch an jeder Ecke, an jeder Kreuzung oder bei wichtigen und zentralen Punkten Kunstwerke aus Holz. Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt haben hier in den letzten Jahren aus natürlich gewachsenen Holzstämmen Kunstwerke der besonderen Art geschaffen. Und so lebt das Holz nun in anderer Gestalt weiter.


Fotos aufgenommen 2024
Wandern im flachen GeländeEinkehrmöglichkeit in Großschönau