Die Kapelle von Ober Neustift steht gegenüber dem Haus Ober Neustift 18 und liegt auf der höchsten Erhebung der Streusiedlung. Sie ist dem Heiligen Johannes dem Täufer zum Fest seiner Geburt geweiht.
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Bernhardiweg
Die Kapelle in Böhmsdorf
Böhmsdorf liegt an einem nach Süden orientierten Hang. Die Kapelle steht in einer Mulde unterhalb der Hauptstraße.
Der aus Bruchsteinen errichtete schlichte Bau hat eine eingezogene Rundapsis und vier Rundbogenfenster. Über dem Westgiebel erhebt sich ein Dachreiter mit Spitzhelm. Im Turm hängt eine Glocke, gegossen von Mathias Prininger aus Krems im Jahre 1711. Eine zweite Glocke kam 1946 hinzu.
Darunter befindet sich das Steinportal mit der Jahreszahl 1850.
Am 28.10.1851 wurde die Kapelle von Dechant Josef Schmid feierlich eingeweiht und die erste heilige Messe gefeiert.
1990 wurde die Kapelle renoviert.
Die Pfarrkirche in Spital
Der zur Stadtgemeinde Weitra gehörende Ort liegt 4 km südöstlich von Weitra in einer Senke des Weidenbachs. Die teils romanisch teils gotische Kirche zählt zu den kunsthistorischen Besonderheiten der Gegend.
Die Bründlkirche zur Rosenkranzkönigin in Zwettl
Am östlichen Abhang des Berges, der einst die Pfarrkirche und möglicherweise auch die Burg von Zwettl trug, dem heutigen Propsteiberg, entspringt eine recht ergiebige Quelle, von der die Sage zu erzählen weiß, dass hier vor langer Zeit Hirten im Wasser der Quelle eine Marienstatue fanden.
Man errichtete ursprünglich einen Bildstock, dann ein Marterl, an dessen Stelle um 1770 eine hölzerne Kapelle Platz fand.
Die als heilkräftig geltende Quelle zog immer größere Pilgergruppen an, sodass 1846 eine gemauerte, mit einem Blechdach versehene, Steinkapelle errichtet wurde.
Die Anzahl der zur Quelle pilgernden Wallfahrergruppen nahm weiterhin zu, sodass Pfarrer Anton Trajer die Errichtung einer Kirche bei der Quelle beschloss. Von vielen Spendern und Förderern tatkräftig unterstützt, wurde diese 1896/97 errichtet und am 18. Juli 1897 feierlich geweiht. Der alten Kapelle, die nun das Presbyterium der neuen Kirche bildete, war ein neuromanisches Langhaus mit Fassadenturm vorgebaut worden. Unter dem, durch den Kirchenbau bedingten breiten Vorbau entstand eine Lourdesgrotte.
Der alte Kultgegenstand, eine Marienstatue mit Kind, wurde nun durch die Anlage einer Lourdesgrotte und einer Maria-Lourdesstatue verdrängt.
Die Bürgerspitalskirche in Zwettl
Die heutige Bürgerspitalskirche entstand in den Jahren 1438 bis 1448 mit dem Neubau des Bürgerspitals innerhalb der Stadtmauern von Zwettl, nachdem 1427 die Hussiten das damals außerhalb der Stadt gelegene Bürgerspital zerstört hatten. Der so neu entstandene Komplex besteht, von entsprechenden Veränderungen abgesehen, noch immer. Heute beherbergt der Bau, mit modernen Zubauten ergänzt, das Seniorenzentrum St. Martin.
Die Wallfahrtskirche in St.Wolfgang
Im Ort St. Wolfgang befindet sich die in ihren Ausmaßen imposante Wallfahrtskirche St. Wolfgang. Mit einer Länge von 42 m, einer Breite von 21 m und einer Höhe von 14 m ist die auf einer Geländestufe dominierend über dem Ort liegende Kirche bis heute die größte Dorfkirche der Diözese St. Pölten.
Um 1400 stifteten Thomas Schaler von Purkendorf, Burggraf von Weitra, und dessen Bruder Johannes, die Kirche im Dorf Pfaffenschlag, wie der Ort ursprünglich hieß. Am 6. November 1407 wurde der Chor der Kirche zum Heiligen Wolfgang geweiht und 1408 bestätigte Bischof Georg von Passau nochmals die Stiftung als Filialkirche der Pfarre Großschönau.
Die Wolfgangkirche entwickelte sich bald zu einem Wallfahrtsziel. 1447 wurde daher von der Liebfrauenbruderschaft von Weitra ein Pilgerhaus als Unterkunftsstätte errichtet, dem heutigen Pfarrhof unterhalb der Kirche.
Die Wallfahrt bestand allerdings nur bis zur Reformationszeit. Christoph von Prag, protestantischer Schlossherr von Engelstein, schloss die Kirche um 1570/1580 und wurde ihrer Einrichtung beraubt. Doch die drei Heiligenstatuen des gotischen Flügelaltars konnten mit einigen wenigen Gegenständen gerettet werden.
Nachdem sich die Weitraer Liebfrauenbruderschaft länger um die Rückgabe der Kirche an die Katholiken bemüht hatte, ließ sie der Abt von Zwettl 1617 in Gegenwart von kaiserlichen Kommissären und 200 bewaffneten Untertanen öffnen. Die Kirche wurde wieder katholisch, doch konnte die Wallfahrt nicht wieder belebt werden.
1694 wurde für die drei gotischen Heiligenstatuen Wolfgang, Nikolaus und Erasmus der bedeutende barocke Hochaltar errichtet und die Kirche in den weiteren Jahren barock eingerichtet.
In den Jahren 1717 bis 1719 errichtete man einen neuen Dachreiter.
1765 erhob Abt Rainer Kollmann die Kirche zur Pfarrkirche und inkorporierte sie dem Stift Zwettl.
Seit der Einrichtung eines monatlichen Wallfahrtstages im Jahre 1975 wurde die Kirche wieder vermehrt zum Wallfahrtsziel.
Die Stadtpfarrkirche in Weitra
Der Kuenringer Hadmar II. verlegte aus strategischen Gründen den Schwerpunkt des Gebietes von Altweitra in die in der Zeit von 1201 bis 1208 neu gegründete Burgstadt Weitra. Am höchsten Punkt des gegen Norden stufenförmig abfallenden Granitplateaus erbaute er die Burg. Die mittlere und breiteste Zone war für den großen Dreiecksplatz bestimmt.
Am steil zur Lainsitz abfallenden Nordende errichtete man eine Kirche. Sie ist ein Beispiel eines kontinuierlich gewachsenen Sakralbaues. Den ältesten Teil der ursprünglich romanischen Ostturmkirche bilden das Langhaus und der im Grundriss quadratische Ostturm, dem eine halbkreisförmige Apsis vorgelagert war.
Die Pfarre Weitra wurde vor 1182 von den Kuenringern gegründet. Mit dem Neubau der Kirche in Weitra übertrug man das Pfarrecht mit dem Patrozinium der Heiligen Peter und Paul von Altweitra hierher.
Die Kapelle in Rothfarn
Die kleine Ortskapelle aus dem 19. Jahrhundert steht an einer Straßenkreuzung etwa in der Mitte der Ortschaft. Der im Grundriss fast quadratische Bau hat eine rundbogenförmige Apsis. Der Dachreiter hat vier große Rundbogenschallfenster und einen schlanken Zwiebelhelm, der mit einem Patriarchenkreuz gekrönt ist.
Die Stadtpfarrkirche in Groß Gerungs
Die Stadtpfarrkirche zur Heiligen Margareta von Antiochia stammt aus mehreren Bauperioden. Den Kern bildet eine einschiffige romanische Anlage aus der Zeit um 1200. Davon haben sich noch der wuchtige quadratische Ostturm und die Mauern des etwas breiteren und ursprünglich flachgedeckten Langhauses, des jetzigen Mittelschiffes, erhalten.
Eine Pfarre wurde bereits 1295 urkundlich genannt.
Im dritten Viertel des 14. Jahrhunderts wurde an den romanischen Bau im Süden des Turmes die Frauenkapelle angebaut.
Im vierten Viertel des 14. Jahrhunderts erfolgte hinter dem Chorturmquadrat der Zubau eines gotischen Chores, 1382 wurde der Zubau einer Frauenkapelle fertiggestellt, welche 1402 nach Westen als südliches Seitenschiff verlängert wurde.
Im 15. Jahrhundert wurde diese Kapelle zu einem Seitenschiff erweitert. Etwa gleichzeitig wurde auch das Mittelschiff mit einem schönen Netzrippengewölbe versehen und der schmale Hauptchor durch einen Fünf-Achtel-Schluss vergrößert.
Im Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Mittelschiff gewölbt.
Große Brände von 1524 und 1698 haben der Kirche schwere Schäden zugefügt. Nach dem letzten Brand erfolgte bis 1719 eine umfassende Wiederherstellung der Kirche, wie den Inschriften an den Außenportalen zu entnehmen ist. Im Zuge dieses barocken Wiederaufbaues wurde auch das nördliche Seitenschiff in Anlehnung an das südliche errichtet, im Osten anschließend die Sakristei erbaut und die Außenfassade umgestaltet.
1758 konnte dank der Verlassenschaft des 1756 verstorbenen Pfarrers Schönauer der Kirchturm erhöht und mit dem heute noch bestehenden, schönen barocken Zwiebelhelm errichtet werden. In diese Zeit fällt auch eine Neuausstattung der Frauenkapelle mit den Stuckaturen und dem Altar.
1953 wurde eine Westempore eingebaut und die Kirche außen restauriert.
1976 fand eine Innenrestaurierung statt.
Die Pfarrkirche in Etzen
Die erste Kirche entstand bereits um 1200 als Filiale von Zwettl. Mit der Errichtung der Propstei von Zwettl wurde Etzen 1483 zu einer Pfarre. 1619 übersiedelte der Pfarrer von Etzen nach Marbach, Etzen blieb unbesetzt. Am 11. Mai 1784 wurde die Pfarre wieder errichtet und dem Zisterzienserstift Zwettl inkorporiert.
Die Pfarrkirche ist dem Heiligen Laurentius geweiht, einem römischen Diakon und Märtyrer.
Der älteste Teil der Kirche ist die runde Apsis, an die im 15. Jahrhundert ein gotisches Langhaus und die Sakristei angebaut wurden. Zwischen 1619 und 1784 kümmerte sich niemand um den Gottesbau. In dieser Zeit wurde Etzen, von Marbach mitbetreut und ist stark unter protestantischem Einfluss geraten. Daher war die Kirche im Jahre 1784 in einem schlechten Zustand. Das Dach fehlte und sie hatte noch keinen Turm. Das Stift Zwettl ließ 1786 den Pfarrhof errichten und deckte die Kirche ein. Die Kirche wurde am Ende des 18. Jahrhunderts barockisiert und 1802 der Turm im Westen vorgestellt. Er hat drei Geschoße und eine glockenförmige Haube. Im Turm hängt eine Glocke vom Kremser Gießer Ferdinand Drackh aus dem Jahre 1724.
Die Kapelle in Freitzenschlag
Die Ortskapelle ist ein schlichter Bau aus dem Jahre 1867 mit Rundschluss und Dachreiter mit Spitzhelm. Im Inneren ist sie flach gedeckt. Ein Triumphbogen trennt den Chor vom kleinen Andachtsraum.
Die Pfarrkirche in Jagenbach
Die römisch-katholische Pfarrkirche ist dem Heiligen Antonius von Padua geweiht. Sie steht am Rande des Angers der Ortschaft und ist eine einfache, denkmalgeschützte Landkirche aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Sie wird 1746 als Kapelle urkundlich erwähnt.
Um 1880 wird die Kirche mit dem Anbau einer Westempore und dem Aufsetzen eines Westturmes mit Spitzhelm erweitert. Im Glockenstuhl hängen drei Glocken. Heute ist die Kirche eine einfache, einschiffige Barockkirche.
Die Pfarre Jagenbach besteht seit 1901 und gehört zum Dekanat Zwettl.
Die Pfarrkirche in Sallingstadt
Die römisch-katholische Pfarrkirche Sallingstadt steht am südlichen Rand des Angers von Sallingstadt und ist dem Hl. Martin von Tours geweiht. Sie ist vom Friedhof und einer Mauer umgeben. Die romanische Ostturmkirche aus dem 13. Jahrhundert schließt an einen älteren romanischen Kapellenbau an. Der spätgotische Umbau erfolgte nach einem Brand 1427 in der Mitte des 15. Jahrhunderts.
Das Kirchenäußere zeigt ein Langhaus aus dem Ende des 13. Jahrhunderts mit einer schlichten glatten Giebelfront und barocken Rundbogenfenstern von 1685. Im Osten anschließend steht der wuchtige querrechteckige Turm gleichfalls aus dem Ende des 13. Jahrhunderts unter einem Schopfwalmdach, er hat vier gekuppelte Rundbogenfenster mit Blattkapitellen. Östlich des Turmes steht in gleicher Breite der Rechteckchor unter einem Satteldach, als ehemalige Kapelle des 12. Jahrhunderts, östlich mit einem vermauerten romanischen Fenster in einer Trichterlaibung und im Norden und Süden mit einem barocken Rundbogenfenster. Der niedrige Sakristeianbau aus dem 15. Jahrhundert befindet sich südlich am Turm unter einem Pultdach.
Die Pfarrkirche in Schweiggers
Am Westende des geräumigen Marktplatzes steht auf dem Steilhang über der Thaya, umgeben vom Friedhof, der stattliche Kirchenbau mit besonders deutlicher stilistischer Ausprägung der aus verschiedenen Epochen stammenden Bauteile.
Der ursprüngliche Bau geht auf Albero von Kuenring zurück und ist vor 1157 wahrscheinlich als einschiffige, flachgedeckte Wehrkirche mit romanischem Langschiff, dem wuchtigen Ostturm und dem Presbyterium mit anschließender Apsis erbaut worden. Ähnliche Kirchenanlagen findet man im gesamten ehemaligen Herrschaftsgebiet der Kuenringer. Die Kirche erfuhr im Laufe der Zeit mehrere Umgestaltungen und Erweiterungen.
Mit einer Urkunde vom 9. Juni 1319 bestätigte man den Verkauf der Pfarrkirche an das Kloster Zwettl, dem die Pfarre 1443 endgültig inkorporiert wurde. Seit damals stellen die Zisterzienser von Zwettl den Pfarrer.
Bei der heutigen Kirche, die dem Heiligen Ägidius geweiht ist, dominiert der in der Mitte stehende wuchtige, spätromanische Turm der ehemaligen Chorturmkirche. Über einem Dreiecksgiebelkranz aus dem Jahre 1886 erhebt sich ein neugotischer steiler achtseitiger Pyramidenhelm. Am Turm befinden sich neugotische spitzbogige Schallfenster im Glockengeschoß. Im Turm hängen vier Glocken. Zwei Glocken wurden von Simon Urndorfer von Steyr in den Jahren 1643 und 1667 gegossen. Zweit weitere kamen 1955 hinzu.
Daran schließt ostseitig der spätgotische Chorraum. Dann folgt die stirnseitig vorgebaute spätbarocke Sakristei mit hübschem, geschwungenem Ostgiebel.
An der Südseite sehen wir den spätgotischen Sakristeianbau (alte Sakristei).
An der Nordseite befindet sich die ehemalige Totenkammer aus dem 19. Jahrhundert.
An der Westseite schließt an den Turm das spätromanische, gotisch veränderte Langhaus mit südseitig abgerundetem Treppenturm aus dem Jahre 1846 an. Die westliche Seite der Kirche schließt mit einem Vollgiebel und Rundbogenfenstern zwischen verschieden abgestuften, barocken Stützpfeilern ab.
Die Johannes Nepomuk Kapelle in Stift Zwettl
Südwestlich von Stift Zwettl steht die Johannes von Nepomuk Kapelle bei der alten romanischen Kampbrücke.
Die Kapelle wird 1763 erbaut. Sie ist aus Bruchsteinen und Ziegeln gemauert, verputzt und gelb und weiß gefärbelt. Im Westen hat die Kapelle eine große rundbogenförmige Öffnung mit Flachpilaster an den Ecken. Seitlich ist je ein Fenster vorhanden. Über dem Kranzgesimse erhebt sich vorne ein geschwungener Giebel mit schwachem Fresko (zwei Putten). Gedeckt ist die Kapelle mit einem Blechdach mit zwiebelförmiger Haube, vergoldetem Knauf und Zunge im Strahlenkranz.
Die Pfarrkirche in Oberstrahlbach
Der Ort gehörte einst mit der Seelsorge zur Stadtpfarre Zwettl. Die Bewohner pflegten aber an Vorabenden der Sonn- und Festtage sowie auch nachmittags an Sonn- und Feiertagen ihre gemeinschaftliche Andacht bei einem steinernen Marterl am Weg Richtung Rieggers zu verrichten. Sie wünschten sich daher ein bequemeres Bethaus. Im Jahre 1693 fasste daher der Bauer Joseph Rothpaur (Rathbauer) den Entschluss, mittels Sammlungen eine Ortskapelle zu erbauen. Er pilgerte zweimal nach Rom und brachte jedes Mal einen Ablassbrief mit. Durch Herumzeigen dieser Ablassbriefe erhoffte er sich weitere Spenden, nachdem er auf jedem dieser Briefe je 50 Namen hiesiger Bewohner eintragen ließ, die bereits geopfert hatten. Sie sind auf Papier geschrieben, mit eingepresstem Wappen des Kardinals Cosca, das umschrieben ist mit: „Nicolaus T.A. SAE Mariae in Dominico S.R.E. Card. Coscia“. Im Original sind alle Buchstaben, ausgenommen der handschriftliche Bescheid des Kardinals, sowie auch die Ziffern vergoldet.
Die Stadtpfarrkirche in Zwettl
Ab der Mitte des 11. Jahrhunderts drangen bayrische Siedler unter der Führung des Ministerialengeschlechts der Kuenringer in das Zentrum des Waldviertels vor. Sie errichteten hoch über dem Zusammenfluss von Kamp und Zwettl auf dem heutigen Propsteiberg eine Burg und auch eine Kirche. Mit großer Wahrscheinlichkeit bestand
bereits im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts in Zwettl eine Pfarre. Die erste Pfarrkirche von Zwettl, im Bereich der Kuenringerburg gelegen, war die heutige Propsteikirche.
Neben der Pfarrkirche auf dem Berg, die auch damals schon dem Evangelisten Johannes geweiht war, befand sich in der Stadt selbst die Liebfrauenkirche. Sie wurde 1280 erstmals als „ecclesia inferiora“ untere Kirche genannt. Ihre genaue Bauzeit ist nicht bekannt. Da der Weg zur außerhalb der Stadtmauern gelegenen Pfarrkirche sehr beschwerlich war, bemühten sich die Zwettler Bürger nach Kräften, durch Stiftungen und Zuwendungen regelmäßige Gottesdienste in der nahen Marienkirche zu ermöglichen. Ab 1352 war hier ein eigener Kaplan beschäftigt, der täglich die Frühmesse zu lesen hatte.
Auch wenn sich im Laufe der Zeit das kirchliche Leben immer mehr in die Stadt verlagerte, der eigentliche Sitz des Pfarrers von Zwettl und damit das Zentrum der Pfarre war die Sankt-Johannes-Evangelist-Kirche auf dem Berg.
Die Kapelle zur Heiligen Corona in Groß Gerungs
Als Erinnerung an die schwierige Corona-Zeit setzte das Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs mit einer Kapelle ein nachhaltiges Zeichen. Die Kapelle wurde auf dem Areal errichtet und ist der Heiligen Corona gewidmet. Sie wird offiziell „Kapelle zur Heiligen Corona“ genannt.
Die Kapelle in Haid
Die Dorfkapelle von Haid bei Groß Gerungs in der heutigen Form gibt es seit dem 11. Juli 2010.
Die Kapelle in Walterschlag
Ursprünglich stand in Walterschlag eine Holzkapelle. Im Jahre 1808 wurde die heutige Kapelle an gleicher Stelle aus Bruchsteinen von der Umgebung und aus Ziegeln erbaut.
1951 bekam die Kapelle ein neues Turmkreuz, das Spenglermeister Ferdinand Neulinger aus Zwettl anfertigte. Als das Turmkreuz erneuert wurde, beschloss Pater Nivard Binder in der darunter liegenden Kuppel Lebensmittelkarten einzuschließen, um den nachfolgenden Generationen, die diese Karten einmal finden, zu zeigen wie schlecht und dürftig die Menschen zur Zeit des 2. Weltkriegs lebten. Zugleich wurde die Kapelle neu eingedeckt und renoviert. Pater Nivard Binder weihte das Kreuz.
Weitere Renovierungen wurden an der Kapelle 1856, 1952, 1966, 1976/77, 1983, 1994, 2005 und 2018 vorgenommen.
Die Kapelle steht etwas erhöht neben dem Dorfhaus in Walterschlag. Es ist ein schlichter Bau mit eingezogenem Rundschluss und Dachreiter.



























