>> Länge: 6,2 km | Höhe: 35 m | Dauer: 01:35 <<
Das 6. Teilstück am Bahnwanderweg führt uns von der ehemaligen Haltestelle Großhaslau zum Bahnhof Zwettl.
Von der Bahntrasse im Osten von Großhaslau wandern wir nun durch die Ortschaft Richtung Ortskapelle. Dort biegen wir links ab. Ab hier sind wir bis Zwettl wieder am Kuenringerweg 611 unterwegs. Am Ortsende folgen wir rechter Hand dem Weg Richtung Gradnitz. Auf einem Naturfelsen ruht ein Tabernakelbildstock aus Granit aus dem 17. Jahrhundert. Kurz danach zweigt der Weg links ab.
Nun geht es immer geradeaus weiter bis zum Waldrand. Der Weg führt hinunter in das Gradnitzbachtal und weiter zur gleichnamigen Ortschaft. In Gradnitz biegen wir links ab und folgen dem Tal bis Zwettl.
Hier treffen wir beim sogenannten Teufelsbogen wieder auf die Bahntrasse. Diesen Bahnübergang lassen wir aber links liegen und wandern entlang der Eisenbahn bis zum nächsten Übergang weiter.
Der berüchtigte Teufelsbogen, ein beinahe 180° Bogen, war bei den Dampflokführern, die einen schweren Güterzug oder einen Güterzug mit Personenbeförderung (GmP) in Richtung Schwarzenau zu fahren hatten, gefürchtet. Besonders wenn die Krautwürmer, das sind jene Larven, aus denen sich später Kohlweißlinge (eine Schmetterlingsart) entwickeln, begannen, über die Schienen zu kriechen, mußte so mancher Lokführer mit seinem Zug wieder nach Zwettl zurücksetzen, weil schon nach dem Überfahren weniger dieser Insekten eine schmierseifenähnliche Konsistenz die Maschine zum ununterbrochenen Schleudern bis zum Stillstand des Zuges brachte. Ein neuerliches Anfahren auch mit Sand war aufgrund der Steigung und des großen Reibungswiderstandes in der Kurve unmöglich. Also wurde nach Zwettl zurückgesetzt, das Zuggewicht verringert und die Fahrt fortgesetzt.
Nach dem Bahnübergang geht es gleich rechts durch einen kurzen, aber dicht verwachsenen schmalen Weg weiter.
Am Weg hierher haben wir die Haltestelle Gerotten ausgelassen. Sie wurde durch den Neubau der Bundesstraße und der Umfahrung Zwettl von vielen Wegen abgeschnitten und ist nur mit einem Umweg zu Fuß erreichbar. Mehr dazu in einem eigenen Bericht.
Beim Gradnitzbach geht es rechts durch eine Furt oder kurz darauf über einen Steg. Vor uns ragen die hohen Brückenpfeiler der Umfahrung Zwettl in den Himmel.
Über Brücken und Stege sind wir in Zwettl angekommen.
Rechter Hand führt die Straße durch ein Firmengelände. Nach dem Bahnübergang geht es links zum Bahnhof.
Nach zwei aufeinanderfolgenden Doppelbögen liegt bei Kilometer 18,1 die Haltestelle Gerotten. Die Bahn führt hier unter der B37 hindurch und fällt anschließend mit 23 ‰ Richtung Zwettl.
Vor der Einfahrt in den Bahnhof Zwettl, befindet sich bei Kilometer 20,1 das Vorsignal und bei Kilometer 20,5 das Einfahrtsignal. Der Bahnhof Zwettl ist mit 2 Verkehrsgleisen, 2 Ladegleisen und einem Heizhaus mit 2 Ständen ausgestattet und liegt auf einer Seehöhe von 535 m.























